Silvia Gmelin und Konrad Flegr sind die Referenten des Abends. Foto: Gemein Foto: Schwarzwälder Bote

Infoabend: "Wie gelingt Inklusion in Vereinen" / Referenten stellen Projekt "GIEB" in Epfendorf vor

Das Thema "Wie gelingt Inklusion in Vereinen" stand im Mittelpunkt des Informationsabends des Projektes "GIEB" im Epfendorfer Rathaus.

Epfendorf. Erfahrungen zeitgen, dass Menschen mit Behinderungen häufig auf mehr oder weniger starke Beeinträchtigungen reduziert würden.

Diese Art der gesellschaftlichen Wahrnehmung versperre den Blick auf ihre Fähigkeiten – Berührungsängste und Ablehnung seien häufig die Auslöser dafür, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. "Daher würde es mich freuen, wenn wir in der Gemeinde Angebote schaffen könnten, die allen Bürgern der Gemeinde zur Verfügung stehen und von Menschen mit Behinderung selbstverständlich auch genutzt werden können", so Bürgermeister Mark Prielipp in seiner Begrüßung. Die Gemeinde könne Inklusion nicht verordnen. Inklusion brauche neben guten Ideen, Ausdauer und Beharrlichkeit auch viele Mitstreiter.

Um das zu erreichen, begrüßte er mit Silvia Gmelin vom Projekt "GIEB" der BruderhausDiakonie im Landkreis Rottweil und Konrad Flegr, Kreisjugendreferent beim Jugend- und Versorgungsamt des Landkreises Rottweil, die beiden Referenten des Abends. In enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis ist das Projekt "Inklusion in Vereinen" entstanden.

Als erster Schritt wurde an diesem Abend interessierten Vertretern der Vereine vorgestellt, wie Teilhabe aller Menschen am Vereinsleben ermöglicht werden kann. Nach einer Einführung in die Thematik, wurde die Möglichkeit zum regen Gedanken- und Informationsaustausch im Anschluss genutzt. "Inklusion sollte eines der wichtigsten Themen einer modernen Gesellschaft sein. Daher gilt es insbesondere auch entsprechenden Austausch mit in diesem Bereich tätigen Vereinen zu fördern und in diesen Prozess einzubinden", so Konrad Flegr.

Silvia Gmelin ergänzte: "Inklusion kann nur gelingen, wenn man sich einerseits auf Menschen mit Behinderungen einlässt und diese andererseits bereit sind, ihnen unterbreitete Angebote auch anzunehmen. Nicht zuletzt können sich Menschen mit Behinderungen durch sportliche Betätigung fit für alltägliche Tätigkeiten machen." Zahlreiche Impulse zur Vertiefung dieser Thematik sowie anschauliche Praxisbeispielbeispiele erfolgreicher Teilhabe von Menschen mit Behinderung kamen dabei von den Anwesenden Vereinsvertretern. Bürgermeister Prielipp stellte in seinem Schlusswort auch fest, im Hinblick auf den Umgang mit behinderten Menschen dürfte es weitaus schwieriger sein, auch "die Barrieren im Kopf" abzubauen.

Weitere Informationen: www.gieb-rottweil.de

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