Zum spektakulären Gruppenbild ging es dann noch auf die Brücke. Foto: Sabine Zoller

„Wildes Echo“ erklingt vor imposanter Kulisse – zweites Frühjahrskonzert an der Hängebrücke auf dem Bad Wildbader Sommerberg begeistert das Publikum

Inmitten der beeindruckenden Naturkulisse des Sommerbergs erlebten Musikfreunde am Sonntag ein ganz besonderes Open-Air-Konzert: Zum zweiten Mal luden rund 60 Musikerinnen und Musiker aus dem Oberen Enztal zum Wildline-Frühjahrskonzert nach Bad Wildbad– und erneut wurde das Ereignis zu einem stimmungsvollen Höhepunkt.

 

Vor dem Besucherzentrum der spektakulären Hängebrücke Wildline sorgte die Formation aus vier Musikvereinen – Enzklösterle, Höfen, Calmbach und Wildbad – für musikalischen Hochgenuss. Mit einem abwechslungsreichen Programm, das von traditionellen Märschen über bekannte Pop-Hits bis hin zu ABBA und Udo Jürgens reichte, traf das Ensemble genau den Geschmack des bunt gemischten Publikums – von Kururlaubern bis zu Schwarzwald-Fans aus Nah und Fern.

Unvergessliches Erlebnis für viele Besucher

Auch für das junge Paar Martin und Alina Pilz aus Tübingen wurde der Konzertnachmittag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die beiden verbringen gerade ein Wellness-Wochenende in Bad Wildbad – nicht zum ersten Mal, denn der Schwarzwald hat es ihnen längst angetan. „Wir sind bereits zum dritten Mal hier und lieben die Kombination aus Natur, Entspannung und Erlebnis“, erzählen sie. Schon am Vortag hatten sie die Wildline überquert und waren von der spektakulären Aussicht begeistert. Als sie dann einen Flyer für das Frühjahrskonzert entdeckten, war für sie sofort klar: Da müssen wir hin!

„Die Idee, Musik an so einem besonderen Ort zu erleben, fanden wir sofort spannend – und es hat sich absolut gelohnt. Die Kulisse ist einfach grandios. Wir haben so etwas noch nie erlebt“, schwärmt Alina. Auch Martin zeigt sich begeistert: „Es macht einfach gute Laune, hier zu sein. Die Musik, die Menschen, die Landschaft – das passt alles zusammen.“

Zwischen rot, grün und grau leuchtenden Vereinsjacken, einträchtig nebeneinander musizierend, zeigte sich der wahre Geist der musikalischen Gemeinschaft – ein kraftvolles Bild des Miteinanders. Bereits vor Konzertbeginn kündigte Moderator Uwe Göbel aus Calmbach eine kleine Premiere an: Die bislang als „Enztal Allstars“ auftretende Formation sollte an diesem Tag einen neuen Namen erhalten und er wünschte sich Vorschläge aus dem Publikum. Am Ende war es Schreiner Jürgen Gauß aus Bad Wildbad, der den passenden Vorschlag machte: „Wildes Echo“ – ein Name, der wie geschaffen ist für die vier Orchester, die gemeinsam einen so eindrucksvollen Klangraum schaffen. Der Applaus des Publikums bestätigte: Der neue Name ist gefunden – und bleibt.

Gleich drei Dirigenten leiten das Orchester

Dirigiert wurde das Orchester von gleich drei Musikleiterinnen und -leitern: Manuela Maly (Calmbach), Dirk Imhoff (Höfen) und Anna Waidelich (Enzklösterle) führten mit musikalischem Feingefühl durch ein kurzweiliges Programm, das bekannte Melodien mit frischen Interpretationen verband.

Besonders das Medley mit Udo-Jürgens-Klassikern riss viele Zuhörer mit – so auch Manfred Hemker aus Münster, der mit Freunden in Bad Wildbad abgestiegen war: „Wenn ich die Musik höre, möchte ich am liebsten selbst mitspielen“, sagte er und klatschte begeistert mit. An seiner Seite: Uschi Mayer aus Balingen, die sich sichtlich von der Stimmung anstecken ließ.

Während das Publikum unter strahlender Frühlingssonne die mitreißenden Klänge von ABBA („Mamma Mia“, „Dancing Queen“, „Fernando“) feierte, erwartete die Besucher als Finale „Der Böhmische Traum“ – und schließlich als Überraschung das „Edelweiß“ als Zugabe, bei dem Nadja Ziefle und Jens Bauer ihre Alphörner erklingen ließen.

Zum Abschluss geht es auf die Brücke

Zum Abschluss zogen alle Musikerinnen und Musiker samt ihren Instrumenten auf die Wildline selbst. Dort, mitten auf der Brücke, wurde mit einer Drohne ein spektakuläres Gruppenfoto aufgenommen – ein symbolträchtiges Bild für das neue „Wilde Echo“.

Für Franziska Pasch, Standortleiterin der Wildline, ist die Veranstaltung längst mehr als nur ein Konzert: „Was als spontane Idee 2024 begann, entwickelt sich zur festen Tradition – und ist ein Geschenk an alle, die Musik und Natur gleichermaßen lieben.“

Ein Geschenk, das 2026 seine Fortsetzung finden soll – natürlich wieder am Sommerberg. Und wieder mit einem „Wilden Echo“, das weit über die Baumwipfel hinaus hallt.