Bei Al-Ahli wirbelt Enzo Millot inzwischen in Saudi-Arabien. Wie sich sein Ex-Club VfB Stuttgart schlägt, verfolgt der 23-Jährige offenbar ganz genau.
Die Entscheidung von Enzo Millot in diesem Sommer in die Wüste nach Saudi-Arabien zu wechseln, hat bei vielen für Kopfschütteln gesorgt. Dass der Franzose nach vier Spielzeiten im Schwabenland anderswo sein Glück suchte, wurde ihm dabei nicht einmal übelgenommen. Seinen Wechselwunsch hatte er lange hinterlegt – allerdings hätte es aus fußballerischer Sicht sicherlich attraktivere Ziele gegeben.
Millot aber folgte mit nur 23 Jahren dem Ruf des Geldes, beim Wechsel zu Al-Ahli dürfte die sportliche Komponente eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Immerhin: Mit dem DFB-Pokal-Sieg fand das Kapitel Stuttgart für Millot, der im Finale gegen Bielefeld (4:2) zwei Treffer erzielte, dann auch einen krönenden Abschluss.
Enzo Millot vom VfB nach Saudi-Arabien
Seinem ehemaligen Arbeitgeber ist Millot auch nach seinem Wechsel in die Saudi Pro League verbunden. „Stuttgart ist ein großartiger Verein und ich hoffe, ihr werdet die Ergebnisse erzielen, die ihr erreichen müsst!“, hatte er zum Abschied geschrieben. Wie sich der VfB schlägt, das verfolgt der Mittelfeldspieler offenbar genau. Ein Foto, das der offizielle Account seines neuen Clubs am Wochenende auf X teilte, zeigte ihn kurz vor einem Flug am Sonntagabend im Trainingsanzug, das Handy in der Hand. Auf dem Bildschirm lief das Spiel des VfB gegen Mainz (2:1).
Ein Fan des VfB entdeckte das Detail und teilte es auf X. „Millot immernoch einer von uns“, schrieb der Nutzer.
Sportlich läuft es für Millot, der einen Vertrag bei Al-Ahli bis 2028 besitzt, ordentlich. Mit dem Saudi-Supercup, bei dem Meister, Vizemeister und die Pokal-Finalisten der Vorsaison den Gewinner ausspielen, hat Millot einen weiteren Titel geholt. In der Liga bot ihn sein deutscher Trainer Matthias Jaissle in fünf von sechs Spielen in der Startelf auf, Millot legte bislang einen Treffer auf. Al-Ahli rangiert momentan auf Rang Fünf der Tabelle.
Die stärksten Auftritte hatte der zentrale Mittelfeldspieler, der bei seinem neuen Club die 10 auf dem Rücken trägt, in der AFC Champions League – dem asiatischen Pendant zur europäischen Königsklasse. Drei Tore stehen für Millot nach drei Spielen bereits in der Statistik.