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Enzkreis Bienenseuche greift weiter um sich

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Krankheiten machen den Bienen zu schaffen. Foto: © Anatolii – stock.adobe.com

Straubenhardt/Neuenbürg/Enzkreis - Bei Sperrgebietsuntersuchungen hat das Chemische Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg in weiteren Bienenständen in Keltern-Weiler, Remchingen-Nöttingen, Birkenfeld-Gräfenhausen und Straubenhardt-Ottenhausen den Erreger der Amerikanischen Faulbrut nachgewiesen. Um die weitere Ausbreitung dieser Bienenseuche einzudämmen, hat das Verbraucherschutz- und Veterinäramt des Enzkreises laut Pressemeldung den ursprünglich festgelegten Sperrbezirk erweitert.

Der erweiterte Sperrbezirk umfasst nunmehr in der Gemeinde Remchingen die gesamten Gemarkungen Wilferdingen, Nöttingen und Teile der Gemarkung Singen sowie die gesamte Gemeinde Keltern, darüber hinaus in Birkenfeld die Gemarkungen Gräfenhausen und Obernhausen, in Straubenhardt die Gemarkungen Schwann, Feldrennach und Pfinzweiler sowie in Neuenbürg die Gemarkung Arnbach sowie Teile der Stadt Neuenbürg.

Alle Völker melden

In dem erweiterten Sperrbezirk werden nun alle Bienenvölker untersucht und gegebenenfalls behandelt. Der Sperrbezirk bleibt solange bestehen, bis alle Bekämpfungsmaßnahmen abgeschlossen sind und Kontrolluntersuchungen ergeben haben, dass die Seuche erloschen ist, heißt es weiter.

Bienenzüchter sind verpflichtet, sämtliche Bienenvölker innerhalb des ausgewiesenen Sperrbezirks dem Veterinäramt anzuzeigen und amtstierärztlich untersuchen zu lassen. Bewegliche Bienenstände dürfen nicht von ihrem Standort entfernt werden. Zudem dürfen Bienenvölker oder Bienen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

Verzehr unbedenklich

Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die durch ein Bakterium (Paenibacillus larvae) verursacht wird, das Bienenlarven infiziert und tötet. Dadurch entsteht eine fadenziehende Masse, die zu einem sogenannten Faulbrutschorf eintrocknet; neben diesem Faulbrutschorf sind löchrige, eingesunkene Zelldeckel und ein lückenhaftes Brutnest weitere Symptome dieser Bienenseuche.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine reine Bienenseuche, die nicht auf den Menschen übertragbar und für ihn ungefährlich ist.

Der Erreger schädigt nur die Bienenbrut und führt letztendlich zum Untergang des betroffenen Bienenvolkes. Der Verzehr von ­Honig – auch dem, der von Bienenvölkern aus dem Sperrbezirk stammt – ist für den Menschen gesundheitlich ebenfalls völlig unbedenklich, teilt der Enzkreis weiter mit.

Wer weitere Fragen hat, kann sich unter der Telefonnummer 07231/3 08 94 01 an das Verbraucherschutz- und Veterinäramt wenden.

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