Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Enzklösterle Zwei "Stolpersteine" für Enzklösterle

Von
Zwei "Stolpersteine" zum Gedenken an das Ehepaar Radowitz sollen in Enzklösterle verlegt werden. Foto: © artfocus –­ stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Auch in der Gemeinde Enzklösterle soll es wie schon in mehr als 1200 Kommunen in mehr als 20 Ländern "Stolpersteine" zur Erinnerung an Opfer der NS-Zeit geben. Diesem Vorhaben stimmte der Gemeinderat zu.

Enzklösterle. Die Stolpersteine sollen zur Erinnerung an Aurel Radowitz aufgestellt werden, der von seinem letzten Wohnsitz in Enzklösterle zunächst in das Konzentrationslager (KZ) Mauthausen gebracht und im November 1942 im KZ Auschwitz ermordet wurde.

Radowitz war jüdischen Glaubens und führte den Nachforschungen zufolge über zehn Jahre hinweg ein Hotel in Bad Wildbad, das er im Jahr 1941 verkaufte und danach nach Enzklösterle zog. Seine Ehefrau Martha überlebte die Verfolgung und starb im Jahr 1952 in Calw.

Die Erinnerung wach halten

Im November 2019 erreichte den Ausführungen von Bürgermeister Sascha Dengler bei der jüngsten Gemeinderatssitzung zufolge eine erste Anfrage eines familiär Betroffenen und der Initiative "Stolpersteine" die Gemeindeverwaltung. Bei intensiven Recherchen konnte als letzte Wohnanschrift des Ehepaares Radowitz Enzklösterle und dort das Haus Jägerweg 23 ermittelt werden. Weshalb von den Initiatoren beantragt wurde, dort im Rahmen des weltweit größten dezentralen Denkmals zwei "Stolpersteine" mit der Aufschrift "Aurel und Martha" in der Größe von 96 mal 96 mal 100 Millimeter verlegen zu dürfen, wobei der Gemeinde keine Kosten entstünden. Die Anwohner seien damit einverstanden.

"Ich halte das für eine gute Sache", äußerte sich Dieter Hoffmann. Und auch Stefan Waidelich fand es positiv, damit eine kleine Spur zu legen und die Erinnerung wach zu halten. Seine Zustimmung signalisierte auch Michael Faschon. Entsprechend einstimmig war dann die Entscheidung des Gremiums für die Verlegung der "Stolpersteine", die Bürgermeister Dengler zufolge im Frühjahr erfolgen soll.

Artikel bewerten
0
loading

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 20077

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.