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Enzklösterle Hotel Waldeck wechselt den Besitzer

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Irene Haist (Mitte) versammelt sich mit ihren Kindern und Enkeln vor dem Stammtisch des verkauften Hotel Waldeck. Foto: Stadler

Enzklösterle-Poppeltal - Mit Tränen in den Augen verkünden Irene Haist und ihre drei Kinder mit Familien die Aufgabe des Hotels Waldeck. Der Familienbetrieb in dritter Generation, in dem Schwarzwälder Gastlichkeit 44 Jahre lang gelebt wurde, ist bereits verkauft.

Es ist ein bewegender Anlass, zu dem sich Irene Haist und ihre Kinder Michael und Simone Haist sowie Bianca Weber mit Ehepartnern und den Enkelkindern um den Stammtisch versammeln. Der Wunsch des inzwischen verstorbenen Ehemanns und Vaters, Edmund Haist, geht in Erfüllung. Bereits Anfang des Jahres 2012 trug er sich mit dem Gedanken, das traditionsreiche Hotel Waldeck aus gesundheitlichen und altersbedingten Gründen zu verkaufen. Dies wird nun verwirklicht. Das Hotel hat einen neuen Eigentümer gefunden. Der Notartermin fand bereits statt.

Mit dieser Entscheidung verliert Enzklösterle eine Institution und einen Anlaufpunkt für viele Einheimische und Gäste. Was im Nebenhaus mit einst 20 Sitzplätzen begonnen hatte und durch die Schwiegereltern von Irene Haist, Edmund und Elfriede Haist, vor mehr als vier Jahrzehnten zu einem Hotel mit 46 Betten und Gastronomiebetrieb ausgebaut wurde, geht jetzt verloren. Nachdem beides geschlossen wird, will der neue Eigentümer in dem Gebäude ein Seminarhaus einrichten, in dem die Teilnehmer wohnen. Bereits im Juli sollen die ersten Veranstaltungen stattfinden.

Enzklösterle verliert 40 Betten und Gastronomie

Die Familie Haist nimmt mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied. Nicht nur von einem Hotel mit Arbeitsstätte, sondern von einem Zuhause für die ganze Familie. Der gastronomische Betrieb wird bereits zum 1. April eingestellt. Schon zu Ostern wird es also keine Bewirtung mehr geben. Der Hotelbetrieb läuft noch bis zur endgültigen Schließung am 15. Mai weiter.

Mit Leib und Seele hat Eigentümerin Irene Haist zuletzt mit ihrem Töchtern und Sohn Michael, der als Koch für das leibliche Wohl verantwortlich war, die Gäste des Hauses verwöhnt. Viele Freundschaften sind in dieser Zeit entstanden. Deshalb fällt der Familie dieser Schritt nicht leicht. Das Haus war geschätzt für seine gute Küche und die regelmäßigen Veranstaltungen, wie das traditionsreiche Aschermittwochs-Fischessen, Martinsgans- oder Weihnachtsgansessen, aber auch die Weißwurstfrühstücke und einiges mehr.

Für die Gemeinde Enzklösterle bedeutet die Schließung des Hotels einen herben Verlust. Zum einen gehen die mehr als 40 Hotelbetten verloren, zum anderen der Gastronomiebetrieb. Durch die Pläne des neuen Eigentümers steht die Gemeinde vor einem großen Wechsel. Bürgermeisterin Petra Nych bedauert die Schließung des Hotels. Gleichzeitig zeigt sie aber auch Verständnis für die Entscheidung von Familie Haist.

Irene Haist wird künftig ihre Rente genießen und im Nebenhaus wohnen bleiben. Sohn Michael sucht eine neue berufliche Herausforderung als Koch. Dem Betrieb gehörten noch zwei Mitarbeiter an – beide seit vier Jahrzehnten dabei.

Bürgermeisterin Nych sieht in diesem Ende einer Ära auch einen neuen Anfang. Sie bedankt sich bei der gesamten Familie Haist für die jahrzehntelange Arbeit und das geleistete Engagement. Allen Familienmitgliedern wünsche Nych für die Zukunft nur das Beste.

 
 

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