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Enzklösterle/Höfen Gemeinden bleiben weiter ohne Arzt

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Wie auf dem Symbolfoto geht es auch den Gemeinden Enzklösterle und Höfen: Ein Hausarzt wird dringend gesucht. (Symbolfoto) Foto: Marco2811 – stock.adobe.com

Enzklösterle/Höfen - Die beiden Enztalgemeinden Enzklösterle und Höfen sind weiter auf der Suche nach einem Arzt. Beide Rathäuser erreichte die Absage des Mediziners, der in den vergangenen Wochen sein Interesse an einer Arztstelle in einem der beiden Orte bekundet hatte.

Mit dieser für die Bevölkerung weniger erfreulichen Information wartete Bürgermeister Sascha Dengler schon zu Beginn als auch später nochmals unter dem Tagesordnungspunkt Bekanntgaben bei der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend im Lehrsaal des Feuerwehrhauses Enzklösterle auf.

Möglichkeiten der Telemedizin

"Schade, wir müssen uns etwas anderes überlegen", kommentierte er die Situation, mit der sich die Hoffnung auf eine baldige Wiederbesetzung einer ständigen Arztstelle zerschlagen habe, obwohl die Kassenärztliche Vereinigung ihre Zustimmung signalisiert habe und auch die Gewährung einer finanziellen Förderung in die Wege geleitet worden sei. Dengler berichtete von seinen weiteren Bemühungen um eine ausreichende ärztliche Versorgung der Gemeinde auch unter Einschaltung des Regionalverbandes Nordschwarzwald und mit der Prüfung von Möglichkeiten der Telemedizin. Das Problem der Versorgung von Enzklösterle mit einem Arzt sei bei der Kassenärztlichen Vereinigung ganz oben angesiedelt, führte er dabei aus.

Gemeinderat Dieter Hoffmann forderte eine Lösung des Problems mit einem Mehr an Engagement der Politik, wobei auch die Einrichtung eines medizinischen Versorgungszentrums unter Einbeziehung der Kommunen Simmersfeld, Seewald und Enzklösterle zu prüfen wäre. Seinen Informationen zufolge seien derzeit etwa 70 Prozent der Medizin-Studienplätze mit Frauen und nur rund 30 Prozent mit Männern besetzt. Was eine höhere familienbedingte Ausfallquote bei den künftigen Ärztinnen und damit auch eine geringere Bereitschaft zur Übernahme einer selbstständigen Arztpraxis mit sich bringe. Seine Anregung an die Politik war außerdem, die Zulassungspraxis zum Arztstudium zu überdenken und dabei andere Kriterien als nur die bisherigen festzulegen.

Dengler versicherte abschließend sein weiteres Bemühen um eine künftige Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Enzklösterle.

Zum angestrebten Kanalanschluss des Bergwegs berichtete Dengler über den jetzt begonnenen Freischnitt der Enzquerung, über die Sicherstellung der Zuschussbewilligung und die seitens des Ingenieurbüros Kirn in Arbeit befindliche Projektausschreibung.

Zustimmung der Eigentümer fehlt

Seine Feststellung, "wir haben unsere Hausaufgaben erledigt", wollte Gemeinderat Stefan Waidelich nicht unkommentiert stehen lassen. Ihm sei bekannt, dass noch Zustimmungserklärungen von Grundstückseigentümern fehlen würden. Sein Appell an den Bürgermeister war deshalb, diese in den nächsten beiden Wochen herbeizuführen.

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