Bürgermeister Michael Faschon (rechts) besichtigte den von Holzschnitzer Theo Gütermann (links) restaurierten "Ruhenden Wanderburschen" sowie den aus einem Stamm einer Weißtanne geschnitzten "Heidelbär". Foto: Ziegelbauer Foto: Schwarzwälder-Bote

Theo Gütermann tauscht schnell Motorsäge gegen klassisches Schnitzerwerkzeug aus / Bemalter "Wanderbursche"

Von Heinz Ziegelbauer Enzklösterle. Aus dem Stamm einer 200-jährigen Weißtanne aus dem Sprollenhauser Wald ist in der Schnitzerwerkstatt von Theo Gütermann in Enzklösterle ein "Heidelbär" geworden, der an der Hirschtalstraße im Bereich der "Krippena 2000" aufgestellt wird. Der mächtige Baumstamm wurde Theo Gütermann zum Bearbeiten angetragen und von Paul Seyfried angeliefert. Der Holzschnitzer von Enzklösterle hatte sogleich die Idee, aus diesem einen "Heidelbären" zu formen. "Zuerst wollte ich den Baumstamm mit der Motorsäge bearbeiten", sagte Theo Gütermann. Diese tauschten er und ein befreundeter Holzschnitzer aber sehr schnell gegen klassisches Schnitzerwerkzeug aus.

In einer insgesamt etwa dreiwöchigen Arbeitszeit entstand der rund eine Tonne schwere "Heidelbär", den man neben den rund um Enzklösterle üppig wachsenden Heidelbeeren auch mit dem "Bärlochkar" in Verbindung bringen könnte. In den vergangenen Wochen hat Gütermann auch den von ihm vor etwa 25 Jahren der Kurverwaltung gespendeten "Ruhenden Wanderburschen" restauriert und mutwillige Beschädigungen ausgebessert. Bislang war er naturfarben, jetzt hat ihn der Holzschnitzer bemalt. In Kürze wird die hölzerne Skulptur an ihren angestammten Platz bei der Kurverwaltung zurückkehren.