Zuzana Fidermakova von der Gemeindeverwaltung präsentiert das Speichel-Schnelltest-Set, wie es bei der Gemeinderatssitzung in Enzklösterle erstmals im Oberen Enztal bei einem solchen Anlass zum Einsatz kam.Foto: Ziegelbauer Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Enzklösterle erhöht Infektionsschutz / Spucktests für Gemeinderäte und Pressevertreter

Enzklösterle. "Es kostet nichts, es tut auch nicht weh!", rief Bürgermeister Sascha Dengler zum Schluss der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend in der Festhalle die Einwohner von Enzklösterle und des Oberen Enztals zur Teilnahme an dem jeweils mittwochs von 11 bis 12 Uhr im Saal der Festhalle angebotenen Corona-Schnelltest auf. Seinen Aufruf verband er mit der Information, dass für Enzklösterle am Dienstag zwei Infektionsfälle mit neun abgesonderten Personen registriert waren.

Die Gemeinde Enzklösterle ging bei dieser Sitzung mit einem gegenüber bisher nochmals erhöhten Infektionsschutz und so mit einem guten Beispiel voran. Reichten bisher die Händedesinfektion im Foyer der Festhalle, der Eintrag in eine Anwesenheitsliste mit Unterschrift, der persönliche Mindestabstand von 1,5 Metern, der Verzicht auf Händekontakt und das Tragen von Mund- und Nasenschutz während der gesamten Sitzung aus, so waren am Dienstagabend alle zur Sitzungsteilnahme besonders eingeladenen Personen aufgefordert, sich vor Beginn der Sitzung einem SARS-Cov-2-Antigen-Schnelltest zu unterziehen. Übermittelt wurde die neue Regelung mit der Begründung: "Da sich die Corona-Pandemie noch nicht beruhigt hat und die Gesundheit und der Schutz aller unserer Bürger für uns oberste Priorität haben, werden alle Gemeinderäte und eingeladene Gäste gebeten, vor der Gemeinderatssitzung einen Selbsttest durchzuführen. Aus diesem Grund möchten wir Sie bitten, 15 Minuten vor der Sitzung zu kommen und den Schnelltest (Speicheltest) durchzuführen."

Genaue Anweisungen

Den Gemeinderäten und den Mitarbeitern der Verwaltung waren die Test-Sets schon tags zuvor zugegangen, sodass der Test vor Sitzungsbeginn nur die beiden teilnehmenden Pressevertreter sowie das Referententeam des Cal-wer Landratsamts und der Landsiedlung Baden-Württemberg mit insgesamt drei Personen zum Tagesordnungspunkt "Schwarzwaldverfahren" betraf. Verschont davon blieben Feuerwehrkommandant Reiner Schaudel und sein Feuerwehrkamerad Alfred Wurster, die wegen der von Kämmerin Sabine Zenker vorbereiteten Neufassung der Feuer­wehrsatzung zur Sitzung gekommen waren.

"Öffnen Sie die Kappe des Sammelröhrchens. Setzen sie den Speicheltrichter auf, halten Sie das Sammelröhrchen mit Speicheltrichter direkt an ihre Lippen und lassen den Speichel in das Sammelröhrchen fließen. Das Speichelvolumen muss zwischen zwei Skalenstrichen liegen", lautete eine Passage der "Gebrauchsanweisung" für den Speichel-Schnelltest. Eine Anweisung, die dem Mitarbeiter des Schwarzwälder Boten während seines mehr als 30-jährigen Dienstes in der Verwaltung und seiner fast schon 58-jährigen Presse-Berichterstattung noch nie untergekommen war. Bei der schnellen Montage des Schnelltests stand ihm recht geübt in dieser Materie Zuzana Fidermakova als Mitarbeiterin im Rathaus von Enzklösterle und Gemeinderats-Schriftführerin zur Seite, sodass sich nach einer knappen Viertelstunde auf der Skala des Messgerätes das erleichternde Ergebnis "negativ" abzeichnete. Wie übrigens auch für die im Abstand von 1,5 Metern platzierte Kollegin und das genannte Referententeam, sodass der Teilnahme an der Sitzung nichts mehr im Wege stand. Bürgermeister Dengler konnte diese dann kurz nach 18.30 Uhr eröffnen.

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