Im Gemeinderat ging es um das neue Stadtentwicklungskonzept. Foto: Jansen

Beim neuen Stadtentwicklungskonzept sollen die Altensteiger Einwohner aktiv mitwirken. Im Gemeinderat wurde nun der nächste Schritt zum Projekt angegangen.

Wohin soll es mit der Stadt Altensteig in den kommenden Jahren gehen? Welche Ziele sollen erreicht werden? Um das festzulegen, braucht es in Altensteig ein förmliches Stadtentwicklungskonzept.

 

Da die Ziele aus dem alten nahezu alle erreicht sind, braucht es neue Ziele. Die Fortschreibung wurde bereits an ein Planungsbüro vergeben. Nun ging es darum, einen Förderantrag im Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ zu stellen. Über dieses Programm könnten voraussichtlich die Hälfte der Kosten zugeschossen werden.

Bürgerbeteiligung auf vielen Ebenen möglich

Neben der Förderung ging es auch um diejenigen, die das Konzept betrifft: Die Bürger und Bürgerinnen. Die sollen bei den Zielsetzungen aktiv beteiligt werden, war schon bei der Beschlussfassung für die Fortschreibung Ende 2025 erklärt worden.

„Wer mir beim Jahresauftakt gelauscht hat, hat gehört, dass ich die Bürgerbeteiligung gerne etwas früher gemacht hätte“, meinte Bürgermeister Oliver Valha.

Welche Optionen es zur Beteiligung der Bürger gibt, wurde in der Gemeinderatssitzung erläutert. So sei etwa eine Projekthomepage der Verwaltung wichtig. Auf dieser soll gezeigt werden, was aktuell der Stand der Dinge ist, wie Prozesse voranschreiten, was gemacht wird.

Nicht nur informativ, sondern auch beteiligend soll es dabei zugehen: das sogenannte „Crowdmapping“ wird vorgeschlagen. Dabei werden auf einer Karte gemeinsam Informationen gesammelt – zum Beispiel, wo Sanierungsbedarf besteht. Infoveranstaltungen , Bürgerspaziergänge, Online-Befragungen, Workshops und Gespräche mit Schlüsselpersonen seien denkbar. Auch die Kinder- und Jugendbeteiligung wird genannt.

AfD sieht Konzept wegen angespanntem Haushalt kritisch

Kritik kam aus den Reihen der AfD. Fraktionsvorsitzender Marcus Lotzin betonte, die Sache aufgrund der angespannten Haushaltslage kritisch zu sehen. Die Idee eines Bürgerspaziergangs – nach Haiterbacher Vorbild – befürwortete er.

Bauamtsleiterin Nadine Hentschel betonte noch einmal die Notwendigkeit der Fortschreibung. „Das machen wir ja nicht zum Spaß“, meinte sie. Denn das Stadtentwicklungskonzept ist maßgeblich, um Sanierungsgebiete ausweisen zu können oder in Förderprogramme zu kommen.

Bürgermeister Oliver Valha erklärte, dass die Beteiligungsformate – die in dieser Sitzung nicht endgültig beschlossen wurden – mit dem Gemeinderat abgestimmt werden. Dieser solle diese auch mitgestalten.

Stadtrat Albrecht Joos (FBV) befürwortete den Plan, den Förderantrag zu stellen, sowie den Prozess anzugehen, „wo sich die Menschen wirklich einbringen können.“ Wie genau die Bürgerbeteiligung letztendlich aussehe, werde man sehen, „aber der Förderantrag muss jetzt raus“, betonte er. Die Frist für die Abgabe läuft bis Sommer, eine Rückmeldung ist nicht vor Herbst zu erwarten. Grundsätzlich gilt: Bevor der Förderbescheid nicht vorliegt, sollte nicht mit einer Maßnahme begonnen werden.

Der Gemeinderat beschloss mit drei Gegenstimmen aus der AfD, den Förderantrag zu stellen. Gleichermaßen fiel die Abstimmung aus, die Beteiligungsformate festzulegen.