Stefan Hauser, links, und seine Frau Annette, rechts, besuchten auf einer Weltreise das Schopfheimer Hilfsprojekt „Rainbow House of Hope“ in Uganda. Dessen Initiator Micheal Mwase, links auf dem Auto, braucht jetzt selbst Hilfe. Foto: zVg/Rainbow House of Hope

Seit 20 Jahren unterstützen Spender aus Schopfheim und dem Kleinen Wiesental die Entwicklungshilfe „Rainbow House of Hope“ in Uganda.

„Das gut laufende Projekt in Kampala, Uganda, steht und fällt mit Micheal Mwase“, berichtet Stefan Hauser aus Raich. Doch dem Ugander geht es aktuell gar nicht gut. Wenn er im Juli nach Deutschland kommt, um für die Entwicklungshilfe in seiner Heimat zu werben, muss er sich hier auch operieren lassen. Dafür sammelt der Verein separat Spendengelder.

 

Kinder mit Blechmusik von der Straße holen

Hauser blickt weit zurück und beginnt bei den Anfängen der Hilfe und die liegen ausgerechnet bei einer Fasnachtsclique. „Die Eltern von meiner Frau Annette waren Gründungsmitglieder bei den Schlattholz-Zinken in Schopfheim.“ Als es dem Verein Ende der 1990er Jahre schlecht ging, sollten die eingemotteten Instrumente der Guggenmusik verkauft werden. Wer sich meldete, waren die Schopfheimerin Susanne Fink und Micheal Mwase aus Uganda. Micheal Mwase wollte die Kinder mit Hilfe der Blechmusik von der Straße holen und erhielt die Instrumente geschenkt. Die Hilfe kam offenbar an. „Zwei Jahre später erhielten wir ein Foto, wie die Guggenmusik aus Schopfheim in einem langen Zug durch die Straßen marschiert“, berichtet Hauser. „Danach gründete sich in Schopfheim ein Verein zur Unterstützung des Projekts, das Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Zugang zu vielerlei Bildungsmöglichkeiten bietet.“ Auch können dort anerkannte Berufsabschlüsse für Friseure, Schneider und Schreiner erworben werden. Kindern werden beim Schulgeld und -besuch unterstützt. Bis zu 200 Kinder kommen täglich in das Rainbow-Zentrum in einem Vorort von Kampala und erhalten dort auch Schulbildung.“ „Die Leute erhalten so eine Perspektive“, erzählt Hauser. Der Unternehmensberater für Gefahrstofftransporte war selbst zweimal vor Ort, einmal mit dem eigenen Geländewagen. Dazu später noch mehr.

Miteinander in der „Einen Welt“

Einer der vielen Höhepunkte des jahrzehntelangen Austausches war ein Besuch von 13 Kindern aus Uganda hier, die von Landrätin Marion Dammann in der Gewerbeakademie begrüßt wurden. Der Kontakt wird auch gehalten durch die Grundschulen von Weitenau, Wieslet und Tegernau. In diesem Jahr werden sich ihre Projekttage thematisch auf das Miteinander in der ,,Einen Welt“ ausrichten. „Rainbow of Hope“ widmet sich der sozialpädagogischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern. Armut soll durch Eigeninitiative überwunden Selbstbewusstsein gestärkt, Talente gefördert und Bildung und Ausbildung für alle ermöglicht werden.Nun leidet der Gründer vor Ort, Micheal Mwase, aber seit einigen Jahren selbst an massiven Knieproblemen und der Helfer braucht selbst dringend Hilfe, damit das Projekt nicht scheitert. Nach einer verpfuschten OP in Uganda muss er hier nachoperiert werden.

Benefizkonzert und Lichtbildvortrag

„Daher haben wir eine Spendeninitiative auf die Beine gestellt und sorgen für die notwendige medizinische Versorgung und Finanzierung“, sagen die Partner. „Hierzu planen wir eine Benefiz-Veranstaltung in der Halle in Tegernau und ein Konzert in der Kirche in Tegernau“, kündigt Stefan Hauser an. „Anfang Juli kommt Mwase zu Besuch nach auch zu uns nach Hohenegg.“ Es finden Workshops in den Grundschulen Wieslet, Weitenau und Tegernau statt. Zwei Veranstaltungen dienen der Spendenakquise: Unter dem Motto „Lauschen und Mitsingen“ steigt am Freitag, 3. Juli 2026, 19 Uhr, in der Laurentiuskirche in Tegernau ein nicht alltägliches Benefizkonzert für „Rainbow House of Hope“.

In einem interessanten Lichtbildervortrag werden Stefan und Annette Hauser am 4. Juli in der Halle Tegernau über ihre zweijährige Reise des Lebens für den guten Zweck berichten.  Foto: Gerald Nill

Über die Reise ihres Lebens berichten ebenfalls für den guten Zweck Annette und Stefan Hauser einen Tag später am Samstag, 4. Juli, ab 19 Uhr in der Halle Tegernau. Die beiden Kleinwiesentäler sind zwei Jahre und drei Monate mit einem Geländewagen durch die Welt gereist.

Bei Gofundme sind bereits rund 3000 Euro an Spenden eingegangen. Inzwischen ist auch ein Spendenkonto bei einem Treuhänder eingerichtet, der garantiert, dass die Gelder hundertprozentig beim Spendenzweck ankommen. Das Treuhandkonto zugunsten von Micheal Mwase und dessen Kniebehandlung hat die IBAN DEO6 6835 1557 0003 0377 93 bei Amann und Jörger Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Karten für den Vortrag am 4. Juli, sind online unter www.reservix.de erhältlich.