Auf wichtige kommunalpolitische Entscheidungen in Niedereschach blickte die erste Bürgermeisterstellvertreterin Regina Rist in der Sitzung des Gemeinderats zurück.
Die letzte Ratssitzung im zu Ende gehende Jahr 2025 nutzte die erste Bürgermeisterstellvertreterin, Regina Rist nicht nur, um Bürgermeister Martin Ragg, dessen gesamter Verwaltung sowie ihren Ratskollegen für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr zu danken, sondern auch um das kommunalpolitische Jahr 2025 aus ihrer Sicht Revue passieren zu lassen.
Das Jahr 2025 sei ein Jahr voller Bewegung und Emotionen gewesen. „Ein Jahr, das uns gefordert, manchmal überrascht, oft herausgefordert, aber auch immer wieder zusammengeschweißt hat“, so ihr Fazit. Die politische Großwetterlage habe „es uns nicht leicht gemacht“.
Der ersehnte wirtschaftliche Aufschwung lasse weiter auf sich warten, und viele politische Entscheidungen „von oben“ würden an der Basis „wie wir es sind“, fragend, nachdenklich, manchmal fassungslos wirken.
Doch gerade in solchen Momenten zeige sich, worauf es wirklich ankomme: „Auf den Mut, Verantwortung zu übernehmen, ganz nah bei den Menschen zu sein, auf unser Miteinander, unsere Gespräche, unseren Willen, Wege zu suchen, wo andere nur Hindernisse sehen“.
Die Apotheke Auch Niedereschach sei in diesem Jahr vor entscheidenden Momenten gestanden. Die Situation rund um die fehlende Apotheke im Kernort habe die Bürger und den Gemeinderat monatelang beschäftigt und „vielen von uns viel Kraft abverlangt“. Als das Gremium kurz vor der Sommerpause vor die schwierige Entscheidung gestellt wurde, das Alte Rathaus zu kaufen, sei jedem klar gewesen: Das ist kein leichter Schritt. Das ist ein Schritt mit Gewicht, mit Risiko, mit Fragen. „Und dennoch haben wir ihn gewagt. Aus Verantwortung, aus Überzeugung, aus dem tiefen Gefühl heraus, dass eine lebendige, funktionierende Infrastruktur kein Luxus ist, sondern Teil unserer Identität als Gemeinde“, so ihr Resümee.
Die Haushaltssperre habe Sorgen bereitet, Diskussionen ausgelöst und manche Nacht unruhig gemacht. Aber heute dürfe sie sagen: „Wir haben Mut gezeigt und dieser Mut trägt Früchte. Wir bleiben handlungsfähig, wir bleiben gestaltend“. Das sei keine Selbstverständlichkeit. Es sei ein Erfolg, den man gemeinsam errungen habe.
Auch der Wiederaufbau des Mehrfamilienhauses in der Schramberger Straße in Fischbach habe das Gremium im zu Ende gehenden Jahr begleitet. Es sei ein langer Weg gewesen, doch nun, da die letzten Arbeiten nahezu abgeschlossen seien, spüre man Erleichterung und auch ein wenig Stolz.
Blick in die Zukunft Doch Rist blickte auch nach vorne und insbesondere „zu unseren Kindern, zu unseren Familien, zu unserer Zukunft“ und nannte in diesem Zusammenhang die Erweiterung des Kindergartens in Schabenhausen. Die rund 2,5 Millionen Euro kostende Kindergartenerweiterung sei mehr als ein Bauprojekt, sondern ein Versprechen, „dass wir die jungen Menschen unserer Gemeinde sehen, fördern und ihnen Platz geben, um aufzuwachsen und Wurzeln zu schlagen“.
Auch die Anlage der neuen Fahrradstellplätze an der Gemeinschaftsschule (GMS) Eschach-Neckar, die Gestaltung der Außenflächen und die neue Busbucht an der Rottweiler Straße seien Bausteine dieses Versprechens. „Wir gestalten ein Niedereschach, das sicherer, moderner und lebenswerter bleibt, für alle Generationen“, stellte Rist fest.
Klarer Blick für das Wesentliche
Wie sich das Jahr 2026 wirtschaftlich entwickle, könne niemand wissen. Aber in Niedereschach wisse man, wie man Schwierigkeiten begegnet, nämlich mit Bedacht, mit Verantwortung und mit einem klaren Blick für das Wesentliche. „Und wir wissen, dass wir das nur gemeinsam können“ so Rist und fügte hinzu: „Darum möchte ich heute ein ganz herzliches Dankeschön aussprechen: an Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, für Ihren Einsatz, Ihre Leidenschaft und oft auch für Ihre Geduld. An Sie, Herr Bürgermeister Ragg, für Führung, Dialogbereitschaft und offenen Worte. An die gesamte Verwaltung für Ihre tägliche, oft unsichtbare Arbeit im Hintergrund, ohne die Kommunalpolitik nur ein Gedanke wäre, aber keine Wirklichkeit“.
Einsatz für einen lebendigen Ort
Für das kommenden Jahr 2026 wünscht sich die Bürgermeisterstellvertreterin, dass dieser Weg fortgesetzt wird, mit Respekt voreinander, mit offenen Ohren füreinander, mit mutigen Entscheidungen und immer mit dem Ziel, das Beste für Bürger, Vereine, Institutionen, Betriebe und Unternehmen, die Niedereschach lebendig machen, zu erreichen.