Von der Hauptstraße 1 bis zum Edeka-Markt in Oberweier wird ab dem zweiten Halbjahr die Innenstadtberatung für die Werbegemeinschaft und ihren Einzelhandel angegangen. Foto: Bohnert-Seidel

Die Friesenheimer Werbegemeinschaft hat große Pläne für die Weiterentwicklung. Neben den bewährten Veranstaltungen wie der Nova und der Frie-Night, soll herausgefunden werden, wo noch Potenziale in der Innenstadt schlummern.

Zwei feste Termine bleiben im Plan der Werbegemeinschaft: Im Juni ist Frie-Night und im September Nova. Beide Veranstaltungen waren im vergangenen Jahr erfolgreich. Darüber hinaus geht es 2024 an die Innenstadtberatung.

 

Vor allem die Nova-Job, die im vergangenen Jahr den Arbeitsmarkt in den Fokus rücken ließ, zeigte sich so herausragend, dass es sie in diesem Jahr wieder geben wird, verkündete Matthias Geiger vom Vorstand. Dies sei auch das Ergebnis einer Teilnehmerumfrage. Gleichwohl sind alle Gewerbetreibenden, Einzelhändler und Dienstleister ebenfalls eingeladen, sich auf der Messe zu präsentieren. „Nutzt alle die Plattform, egal in welcher Art und Weise“, lud Mark Arnold die Mitglieder ein. Die Nova sei eine fundamentale Institution in der Werbegemeinschaft, die sich seit mehr als 40 Jahren bewährt habe. Zum dritten Mal will die Werbegemeinschaft auch wieder das Nova-Bähnle gewinnen. „Das Nova-Bähnle bringt Bewegung in den Ort“, so Charlotte Schubnell, Bürgermeisterstellvertreterin.

Dran bleibt der Vorstand an der Ausarbeitung eines digitalen Gutscheinsystems, von dem sich die Werbegemeinschaft eine umfassende Reichweite verspricht. Über den Zeitpunkt einer Einführung oder die Kosten ließe sich noch nichts sagen. Matthias Geiger betonte: „Ein Förderantrag läuft. Erst wenn eine Bewilligung vorliegt, lässt sich über Kosten sprechen.“ Sobald dies der Fall sei, würde die Werbegemeinschaft Friesenheim zur Infoveranstaltung einladen. „Das digitale Gutscheinsystem bringt Friesenheim mit einem großen Schritt in die richtige Richtung“, so Geiger.

Gutscheinsystem wirdfrühestens 2025 eingeführt

Dazu brauche es jedoch alle Mitglieder, um dies ordentlich umzusetzen. Schließlich ließe sich dieses Gutscheinsystem auch gut als Bonus von der Industrie an ihre Mitarbeiter einsetzen. Alle könnten nur gewinnen. Für die Einführung des digitalen Gutscheinsystems will die Werbegemeinschaft auch auf Rücklagen zurückgreifen. Frühestens sei im Jahr 2025 mit einer Einführung zu rechnen.

In der zweiten Jahreshälfte 2024 startet auch das im vergangenen Jahr angekündigte Projekt „Innenstadtberatung für den Einzelhandel“. Angesetzt auf ein halbes Jahr wird der Innenstadtberater der IHK, Thomas Kaiser, nach Friesenheim kommen, um gemeinsam mit der Werbegemeinschaft und der Gemeindeverwaltung zusammenzuarbeiten, erklärte Schubnell. Zwingend sei zuvor die Bildung eines Lenkungskreises, der unterschiedliche Projekte begleitet. Projektinhalte sind: schriftliche Vereinbarung von Zielen und Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses für alle Akteure. Verschiedene Analysen wie Stadtspaziergang, Passantenbefragung, Experteninterviews oder Zukunftsprognosen. Die Ergebnisse fließen in eine Stärken-Schwächen-Analyse ein, deren Fokus sich richtet auf: Ambiente, Nutzungsmix, Erreichbarkeit, Spaß- und Erlebniswert, digitale und analoge Services sowie Innenstadtvermarktung. Erste Schritte seien bereits gemacht. Seit Januar nehmen die Mitglieder der Werbegemeinschaft sowie die Wirtschaftsförderung an einer telefonischen Impulsvortragsreihe mit rund 20 Werbegemeinschaften teil. Bisher standen im Fokus die etwas in die Jahre gekommenen Werbegemeinschaften. Typische Probleme der Gewerbevereinigungen seien Passivität der Mitglieder, Fehlen von Erneuerung und neuen Ideen, Überlastung des Ehrenamtes, schwindender Handel und Gastronomie. Wichtig sei, darüber nachzudenken, ob es einer neuen strategischen Ausrichtung und neuer Ideen bedürfe, führte Schubnell aus. Denkbar wären eine neue Mitgliederakquise, mehr Öffentlichkeitsarbeit, neue Allianzen, neues Miteinander. Der Vielfalt seien keine Grenzen gesetzt.

Termine

Die Frie-Night ist am 28. Juni geplant. Besonderer Höhepunkt werden zwei Konzerte mit den „Golden Harps“ auf dem Hof der „Schublade 10“ sein. Die Nova ist am 21. und 22. September in der Sternenberghalle.