Während in Rottweil über Zukunftsinvestitionen diskutiert werde, im Hinblick auf die JVA-Verzögerungen, bleibe das Ehrenamt zunehmend zurück, findet unser Leser Jens Kaschuba.
Mit großer Enttäuschung habe ich die jüngsten Entscheidungen des Gemeinderats zur Kenntnis genommen. Während in Rottweil zu Recht über Millionenprojekte und Zukunftsinvestitionen diskutiert wird, bleibt das Ehrenamt zunehmend außen vor.
Die Kegelsportanlage des ESV Rottweil ist keine vereinsinterne Luxuseinrichtung, sondern die einzige moderne Anlage ihrer Art im gesamten Stadtgebiet. Sie ist seit Jahrzehnten ein offener Treffpunkt für Leistungs- und Nachwuchssport, Freizeitkegler, Firmen, Vereine und Gäste von außerhalb und damit fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Rottweil. Der Verein hat diese Anlage stets aus eigener Verantwortung, mit erheblichen Eigenmitteln und viel ehrenamtlichem Engagement erhalten und weiterentwickelt.
Vereine tragen zu Gastfreundlichkeit bei
Gerade im Hinblick auf die Landesgartenschau 2028, die viele Besucher in unsere Stadt bringen wird, ist eine funktionierende, zeitgemäße Sport- und Freizeitinfrastruktur ein wichtiger Standortfaktor. Vereine wie der ESV tragen dazu bei, dass Rottweil nicht nur Veranstaltungsort, sondern auch lebendige und gastfreundliche Stadt bleibt.
Wer das Ehrenamt als unverzichtbar bezeichnet, sollte es auch dann unterstützen, wenn es nicht um Prestige, sondern um nachhaltigen Bestand geht.
Jens Kaschuba, RottweilSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.