Wer zukünftig die Grüngutannahmestelle im Kreis Rottweil betreiben wird, wurde im Betriebsausschuss Eigenbetrieb Abfallwirtschaft geklärt.
Im Betriebsausschuss Eigenbetrieb Abfallwirtschaft wurde die künftige Vergabe des Betriebs einer Grüngutannahmestelle im Großraum Rottweil/Zimmern beraten.
Das europaweite Ausschreibungsverfahren war zuvor im Kreistag beschlossen worden. Für das sogenannte „Vergabeverfahren A“ wurde ein Los veröffentlicht, das den ganzjährigen Betrieb einer zentralen Annahmestelle umfasst. Am Ende lag jedoch nur ein einziges Angebot vor: ALBA Süd bot die Leistungen für jährlich rund 276 000 Euro an.
Kurze Vertragslaufzeit
Landrat Wolf-Rüdiger Michel machte im Ausschuss deutlich, dass damit die Entscheidung im Grunde feststehe: „Es gab nur ein Angebot, daher bleibt es beim bisherigen Betreiber.“
Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die vereinbarte Vertragslaufzeit mit drei Jahren bewusst kurzgehalten wurde. So könne der Kreis im Herbst 2027 neu entscheiden und gegebenenfalls Alternativen prüfen. „Eine Kommunalisierung ist langfristig eine denkbare Option, doch aktuell setzen wir auf den bestehenden Partner“, erklärte der Landrat.
CDU-Kreisrat Franz Moser zeigte sich kritisch. Er forderte die Verwaltung auf, nach Vergleichsangeboten Ausschau zu halten, da der fehlende Wettbewerb einen Preisvergleich erschwere. Außerdem wollte er wissen, wie sich die Kosten im Vergleich zu den bisherigen Konditionen entwickeln.
Hier konnte leicht Entwarnung gegeben werden: Laut Angaben von ALBA Süd liegen die neuen Kosten rund 7000 Euro unter dem Niveau von 2024.