Montags bis Freitags zwischen 7 und 17 Uhr gilt an der Ortseinfahrt von Hubertshofen aus Richtung Mistelbrunn Tempo 30. Wenige Meter davor wurde über sechs Wochen gemessen, 44 Prozent der Fahrzeuge hielten nicht einmal Tempo 50 ein. Foto: Rademacher

Da staunten Ortschaftsräte und Zuhörer nicht schlecht, als Ortsvorsteherin Monika Winterhalder die Ergebnisse der jüngst im Ort durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen präsentierte. Der Anteil an Überschreitungen in Hubertshofen sprengt den üblichen Rahmen.

Donaueschingen-Hubertshofen - Mit bis zu 43,8 Prozent innerorts und bis zu 60,7 Prozent in den Tempo-30-Zonen sprengt der Anteil an Überschreitungen in Hubertshofen den üblichen Rahmen. Die Rekordmarke setzte ein Autofahrer mit 104 Stundenkilometern kurz vor Beginn der Tempo-30-Zone am Kindergarten.

Gemessen wurde an sechs Punkten, von Juli 2020 bis Dezember 2020 und an einem im Februar/März 2021.

Drei Messungen gab es an der Mistelbrunner Straße (Ortsdurchfahrt). Die wenigsten Verstöße gab es mit 7,7 Prozent am Ortseingang von Wolterdingen, vermutlich auch wegen der Verkehrsinsel. Einige Meter weiter ortseinwärts, Höhe Badmühle, scheinen die Fahrer wieder Gas zu geben, der Anteil über Tempo 50 lag dort bei 17,8 Prozent. In beiden Fällen gab es Autofahrer, die nachts mit Tempo 91 gemessen wurden.

Bußgeldpflichtige Messungen gefordert

An der Ortseinfahrt von Mistelbrunn hielten sich 43,8 Prozent nicht an Tempo 50. Das wiegt umso schwerer, als dass sich der Messpunkt 20 Meter vor einer Zone befand, in der von 7 bis 17 Uhr Tempo 30 gilt. Hier wurde ein Autofahrer mit Tempo 104 gemessen – um 16.56 Uhr. 15 Prozent fuhren dort schneller als 62.

In den drei 30er-Zonen in der Peter-Maier-Straße und der Schwimmbadstraße waren 28,8, 31,9 und 42,9 Prozent der Fahrer zu schnell. Völlig gleichgültig scheint den Autofahrern die Tempo-30-Zone am Ortseingang von Bräunlingen aus zu sein. Hier fuhren 60,7 Prozent zu schnell, der Schnellste mit 65 Stundenkilometern.

Stadtrat Andreas Willmann machte darauf aufmerksam, dass der übliche Toleranzwert nicht abgezogen wurde, auch wenn er das Verhalten keinesfalls gutheiße. Es sei einfach unglaublich, was sich manche erlauben. Der Ortschaftsrat war sich einig, dass es nun bußgeldpflichtige Messungen geben müsse. Das Verhalten der Autofahrer sei traurig, kommentierte Winterhalder.

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