Der Bad Imnauer Ortschaftsrat hängt an seinem kleinen Teich im Kurpark. Er hofft, dass der Haigerlocher Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag der Entnahme des Schlamms aus ihm zustimmt – und der See dadurch erhalten bleibt.
Der See wurde zur 900-Jahr-Feier Bad Imnaus im Jahr 1982 angelegt und eingeweiht. Nach 43 Jahren, darin war der Ortschaftsrat in seiner Sitzung einig, ist jetzt einfach mal eine Generalpflege fällig, nachdem sich der Zustand des Sees von Jahr zu Jahr verschlechtert.
Die effektivste Maßnahme, darin sind alle einer Meinung, besteht aus dem Absaugen des Schlammes aus dem See, der sich an dessen tiefster gesammelt hat und ihn mittlerweile zu zwei Dritteln füllt.
Das kostet aber Geld. Ob man es ausgibt oder nicht, darüber hat der Gemeinderat nächsten Dienstag zu entscheiden. Die Stadtverwaltung beziffert die Kosten für die Schlammentnahme durch eine Kanalreinigungsunternehmen in ihrer Sitzungsvorlage für den Gemeinderat mit rund 14.000 Euro.
Folie könnte beschädigt werden
Die geplante Aktion birgt allerdings gewisse Tücken in sich. Denn es könnte durchaus passieren, dass beim Absaugen des Schlamms die im Teich ausliegende Folie beschädigt wird – dafür will das zu beauftragende Unternehmen keine Gewähr übernehmen.
Sollte tatsächlich eine Reparatur der Folie fällig werden und diese würde den Betrag von 3500 Euro übersteigen, dann soll der Kurpark nach Vorschlag der Stadtverwaltung komplett zurückgebaut werden.
10.620 Euro für neue Teichfolie
Der Einbau einer neuen Teichfolie kostet nach ihren Angaben nämlich rund 30 Euro pro Quadratmeter. Bei einer aktuellen Fläche von rund 354 Quadratmetern wären das 10.620 Euro.
Mit diesem Passus im Beschlussantrag sind Ortsvorsteher Robert Wenz und der Ortschaftsrat jedoch nicht einverstanden. Eine solche Entscheidung, argumentierte Wenz, könne man doch nicht schon im Vorgriff treffen. Sollte in den nächsten Jahren die Erneuerung der kompletten Teichfolie erforderlich sein, müsse das neu zur Abstimmung kommen. Auch könne man nicht bereits jetzt über einen Rückbau des Kurparkteiches entscheiden, wenn die Kosten dafür nicht bekannt seien.
Wenz hält es nämlich für denkbar, dass ein Rückbau durchaus teurer werden könnte als die jetzt geplante Sanierung mittels Schlammentnahme – und dann müsste man darüber neu sprechen.
Anschaffung eines Schlammsaugers
Diese Argumentation will er mit in den Gemeinderat nehmen. Sollte der sich der für den Erhalt des Kurparkteiches entscheiden, steht die Anschaffung eines Schlammsaugers im Raum, damit man mit Hilfe von ehrenamtlichen Kräften den Schlamm jährlich entnehmen und somit den Personalaufwand des Bauhofes für die Teichpflege reduzieren kann.
Die Kosten für einen ausreichend leistungsfähigen Sauger beziffert die Stadt mit rund 3500 Euro. Wird das Gerät beschafft, sollen die Kosten im Haushalt 2026 eingeplant werden.
Eichhörnchenweg wieder begehbar
Ortsvorsteher Wenz gab weiter bekannt, dass der Eichhörnchenweg wieder komplett begehbar ist. Die Absperrungen auf einem Teilstück des Weges sollen nächste Woche entfernt werden. Hinsichtlich der künftigen Gestaltung von Urnenstelen auf städtischen Friedhöfen schloss sich der Imnauer Rat dem Vorschlag der Stadtverwaltung an: Sie sollen aus Beton sein.