Die Tierschutzvereine der Vorsitzenden Kristina Stalder und Sandra Topler wären bereit, im Auftrag der Stadt verwilderte Katzen einzufangen – wenn das Katzenschutzkonzept Rechtskraft erlangt. Das könnte ab Mai der Fall sein. Foto: Matthias Badura

Gemeinderat stimmt Erlass einer Verordnung für die Gesamtstadt zu.

Burladingen hat an verschiedenen Stellen ein „Katzenproblem“. Nicht registrierte, unkastrierte Tiere vermehren sich schnell und in großer Zahl. Ohne Betreuung verelenden sie vielfach und zugleich nimmt ihre Zahl weiter zu. ​ Dem will die Stadt mit einer Katzenschutzverordnung begegnen.

 

Nach dem Vorschlag der Verwaltung müssen frei laufende Vierbeiner künftig mit einem Chip oder einer Marke gekennzeichnet und kastriert sein. ​ Sind sie das nicht sind, hat die Stadt die Möglichkeit und die Erlaubnis, die Katzen einfangen und sterilisieren zu lassen. Die Kosten dafür tragen die Halter. Können die Besitzer nicht festgestellt werden, muss die öffentliche Hand die Ausgaben begleichen. ​

Der Erlass einer Katzenschutzverordnung wurde in Vorgesprächen in den Ortschaftsräten diskutiert und in allen Gremien befürwortet. In seiner Gesamtheit stimmte dem Vorschlag auch der Gemeinderat am vergangenen Donnerstag grundsätzlich zu. Damit ist die Verordnung noch nicht existent.

Stadt fängt Katzen nicht selber ein

Sie wird bis zur nächsten Gemeinderatssitzung im Mai formuliert und kann als Satzung beschlossen werden. Inhaltlich, das sagte Ordnungsamtsleiter Martin Paulus, wird sie einer Vorlage des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz entsprechen und mit der anderer Gemeinden im Land identisch sein.

Die Stadt fängt gemeldete Katzen nicht selber ein. Das würden die beiden Tierschutzvereine „Pfotenengel“ und „Tierschutzgruppe Bodelshausen-Hechingen und Umgebung“ übernehmen. Die beiden Vorsitzenden Sandra Topler und Kristina Stalder stellten sich in der Sitzung dem Gemeinderat vor und schilderten die Probleme, die sich ohne Katzenschutzverordnung stellen. Helfern, aber eben auch den Verwaltungen, sind die Hände gebunden.

Letztlich gehe das zu Lasten des Allgemeinwohls vor allem jedoch der halbverwilderten, oft kranken Tiere. Wie Ordnungsamtsleiter Martin Paulus noch ausgeführt hatte, ziehen die Beauftragten nicht auf eigene Faust los, sondern nur dann, wenn Fälle bei ihm gemeldet und zuvor überprüft wurden. Allzu ausführlich brauchten die beiden Vorsitzenden ihre Organisationen dem Gremium nicht vorzustellen.

Beide Tierschutzvereine sind bekannt, man weiß, dass sie über hinlängliche Erfahrung verfügen.