Der 37. Dornhaner Weihnachtsmarkt wird aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Lage nicht stattfinden. Archiv- Foto: Schnekenburger

Es ist eine Absage, die die Veranstalter und die Besuchern schmerzt: Der 37. Dornhaner Weihnachtsmarkt wird aufgrund der aktuellen Corona-Lage im Landkreis Rottweil nicht stattfinden.

Dornhan - Gerne hätten die Verantwortlichen vom Heimatverein sowie die Stadtverwaltung Dornhan den Marktbeschickern die Möglichkeit geboten, beim Dornhaner Weihnachtsmarkt ihre Waren anzubieten, heißt es in einer Mitteilung. "Es tut uns leid, dass sie in diesem Jahr wieder keine Geschäfte mit dem Weihnachtsmarkt machen können", bedauert der Vorsitzende des Heimatvereins, Martin Miller. "Natürlich tut es uns auch für die Besucher leid, die sich wie wir alle schon vorgefreut hatten."

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Die stetig wachsenden Infektions- und Hospitalisierungszahlen hätten dazu geführt, dass immer mehr Helfer ihre Bedenken äußerten und die Bereitschaft zur Unterstützung abnahm, schildert Miller die Hintergründe. Die dadurch entstehenden Engpässe an den Einlasskontrollen sowie beim Auf- und Abbau seien bereits absehbar gewesen. Von den Dornhaner Vereinen sei als Absagegrund für Helfer immer öfter geäußert worden, dass es Bedenken gebe, ob die Hygienekonzepte in vollem Umfang gewährleistet sein würden. Zudem sei dem Vorsitzenden des Heimatvereins von verschiedenen Seiten signalisiert worden, dass sich auch die Stimmung in der Bevölkerung wende und immer mehr Bürger die Durchführung des Weihnachtsmarktes und den Besuch für bedenklich hielten.

"Die Verantwortlichen von der Stadtverwaltung und vom Heimatverein haben lange gewartet und verschiedene Varianten in Betracht gezogen, um den Markt stattfinden lassen zu können", heißt es in der Mitteilung. Letztlich sei es bei jedem Einzelnen aber auch eine Frage des Gewissens gewesen, fasst Martin Miller zusammen: "Sollen wir das Risiko eingehen, dass der Dornhaner Weihnachtsmarkt durch das organisierte Zusammentreffen von Menschen zum Ort einer unerwünschten Weitergabe des Virus wird, was angesichts steigender Corona-Zahlen im Landkreis nicht im Sinne der Besucher sein kann?"

Unter diesem Aspekt habe es am Montag nochmals eine Abstimmung unter den Verantwortlichen gegeben. Dabei waren sich alle einig, dass es sinnvoller sei, den Weihnachtsmarkt abzusagen. Der Heimatverein und die Stadt bedanken sich bei allen, die mitgeholfen oder ihre Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert hatten – in der Hoffnung, dass es im nächsten Jahr einen Weihnachtsmarkt ohne Schranken und Einschränkungen geben kann.