Das Gremium beschloss die Anpassung einstimmig – als Zeichen des Respekts für das zeitintensive Engagement.
Die Entschädigungen der ehrenamtlichen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hornberg steigen. Einstimmig beschloss das Gremium in seiner Sitzung die Anpassung. Die Änderung der Feuerwehr-Entschädigungssatzung tritt rückwirkend zum 1. Januar diesen Jahres in Kraft.
„Der Landesfeuerwehrverband, der Städtetag und der Gemeindetag Baden-Württemberg haben im Jahr 2025 neue Orientierungswerte für diese Entschädigungen veröffentlicht“, erklärte Hauptamtsleiter Oswald Flaig. Auf dieser Grundlage erarbeitete der Feuerwehrausschuss die Empfehlung an den Rat, der in vollem Umfang gefolgt wurde.
Entschädigungen werden geleistet für Einsätze, Aus- und Fortbildungslehrgänge, die Funktionsträger und für haushaltsführende Personen. Berücksichtigt wurde das enorme zeitliche und persönliche ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte, insbesondere der Feuerwehr-Funktionsträger und Gerätewarte.
Anerkennung und Respekt für ehrenamtlichen Einsatz
Die Erhöhung der Entschädigungen ist im Haushaltsplan 2026 bereits berücksichtigt. Abweichend von dem Korridor in den Orientierungswerten, der von geleisteten Stunden ausgeht, erhalten die Mitglieder der Feuerwehr eine Entschädigung in Höhe von 15 Euro pro Einsatz. „Den Kameraden ist das Ehrenamt wichtig und sie wollen nichts verdienen“, merkte Flaig an und erinnerte an die zeitintensive Suche nach dem kleinen Jungen in Niederwasser.
Neu aufgenommen in die Satzung wurden Jahrespauschalen für unter anderem die stellvertretenden Kommandanten der Abteilungen Hornberg (400 Euro) und Niederwasser (150 Euro), um deren Engagement zu honorieren. Rechnung getragen mit jährlich 4800 Euro wird auch dem in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegenen Arbeitsaufwand bei den aktuell sieben Gerätewarten der Wehr. Sie kümmern sich mehrmals in der Woche darum, dass alles seine Ordnung hat und jederzeit einsatzfähig ist. Die Jahrespauschale für den Kommandanten erhöht sich auf 1750 Euro und auf jeweils 600 Euro die seiner beiden Stellvertreter.
Der Tenor im Gremium war geprägt von Anerkennung und Respekt, die der örtlichen Wehr entgegengebracht wird. „Wir können uns glücklich schätzen, so eine tüchtige Feuerwehr zu haben“, stellte Hermann Lehmann (CDU) fest. Er lobte zudem die tolle Jugendarbeit der Wehr. Mehr als Trinkgelder seien das ja nach wie vor nicht. Das fand auch Bernd Laages (SPD), der für Kommandant Uwe Bähr einen Tagessatz von 4,79 Euro ausgerechnet hatte. Bähr war auch am Sitzungsabend für die Feuerwehr unterwegs. In Villingen nahm er an einem überregionalen Treffen teil, an dem auch Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg beteiligt waren. Thema war der vorbeugende Brandschutz der Schwarzwaldbahn.
Hornberger Feuerwehr
Die Freiwillige Feuerwehr Hornberg zählt derzeit etwa 70 Personen, davon drei Frauen, 20 Kameraden in der Altersabteilung und 22 Personen in der Jugendfeuerwehr, davon neun weiblich. Kommandant ist Uwe Bähr, Abteilungskommandant Hornberg Martin Huber, Abteilungskommandant Niederwasser Georg Gießler, Altersabteilung Harry Doßwald. Die Feuerwehr Hornberg wurde 1860 gegründet.