Bürgermeister Michael Schmitt und sein Team sind abgesetzt. Doch sie wollen sich das Elend im Rathaus nicht anschauen.
„Hoorig Miau“, von Katerstimmung konnte am Donnerstag am und im Rathaus nicht die Rede sein, stand doch Schlüsselübergabe des Bürgermeisters Michael Schmitt an die Narrenzunft auf dem Plan.
Der Bauhof, immer für eine Überraschung bereit, hatte ein beeindruckendes Schuttle vor der Rathaustreppe aufgebaut. Vor der Rathaustür war ein schwarzer Tunnel mit viel Glitzer und schummerige Beleuchtung aufgebaut, die Tür dahinter war verriegelt und verrammelt.
Rathausmannschaft in Raumfahrerbekleidung
Oben im Sitzungssaal tafelte die gesamte Rathausmannschaft in Raumfahrerbekleidung und frühstückte gelassen, ein paar Aliens waren auch schon da. Sie wussten, dass sie nachher in das Raumschiff geschoben wurden und stärkten sich genüsslich.
Pünktlich um 11 Uhr erreichte der närrisch gekleidete Musikverein den Rathausvorplatz, gefolgt von Strohmännern, Strohhansel, Garde und vielen Kindern, die von dem harten Leben in der Schule und Kindergarten befreit worden waren.
Der Schultes ist nun abgesetzt
Also alle raus aus dem Rathaus, wo der Bürgermeister vom ersten Zunftmeister Manfred Maier und seinem Vize Günter Obergfell erwartet wurde. „Wir waren im Amtsblatt nicht auf der Titelseite, wir machen das Grenzsteintreffen nächstes Jahr noch mal, maulte der Zunftmeister. „Wir verkünden hier und jetzt, der Schultes ist nun abgesetzt, ging es weiter. Das war dem Bürgermeister ziemlich wurscht, denn: „Wir haben gewusst, dass ihr uns den Schlüssel abnehmt und deshalb eine Raumfahrt gebucht, damit wir das Elend im Rathaus nicht mitbekommen“, verkündete er und rückte den Schlüssel heraus.
Es wird getanzt, geschunkelt, gesungen
Dann wurde getanzt, geschunkelt, gesungen und geratscht, die Sonne ließ sich auch noch blicken, damit war der Tag perfekt.