Die Familie Würth hat sich nach der Entführung von Markus Würth mit einer Anzeige bei der Bevölkerung und den Ermittlern für ihren Einsatz bedankt. Foto: dpa

Nach der Entführung des Sohnes von Schrauben-Milliardär Reinhold Würth, hat sich die Familie bei den Bürger und Polizeikräften in einer großformatigen Anzeige in regionalen Zeitungen bedankt. Unterdessen wertet die Polizei etwa 15 vielversprechende Hinweise aus.

Schlitz/Künzelsau - Die Familie Würth hat sich in einer großen Anzeige einer lokalen Tageszeitung für die Unterstützung im Falle der Entführung ihres Sohnes bedankt. Vom Zeitpunkt der Entführung in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni bis heute habe die Familie von Bürgern der Region, Freund und Bekannten „eine riesige Welle von Anteilnahme, Mitleiden und Zuneigung erfahren dürfen“, heißt es in der „Heilbronner Stimme“. Auch den Polizeikräften aus Baden-Württemberg, Hessen und Bayern dankt die Familie explizit.

Nach der Entführung des Sohnes von Schrauben-Milliardär Reinhold Würth prüft die Sonderkommission wichtige Hinweise. Am Montag hatten die Ermittler nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus den Aussagen „15 werthaltige Hinweise“ herausgefiltert. Eine entscheidende Spur hat die 30-köpfige Soko derzeit aber noch nicht. Der Sohn des Schraubenherstellers war am vergangenen Mittwoch in Schlitz (Vogelsbergkreis) entführt worden.

Auf dem dortigen Hofgut Sassen lebte er in einer Wohngemeinschaft für behinderte und nicht-behinderte Menschen. Am Donnerstagmorgen wurde er in einem Wald bei Würzburg - rund eine Stunde Autofahrt entfernt - unversehrt gefunden. Zuvor war beim Unternehmen eine Lösegeld-Forderung eingegangen.

Hier eine Zeitungs-Anzeige der Familie Würth im Wortlaut:

„Verehrte, liebe hohenloher Bürgerinnen und Bürger, sehr geehrte Polizeikräfte! Am 17. Juni wurde unser Sohn Markus von Kriminellen entführt. Gott sei Dank tauchte er am 18. Juni unversehrt wieder auf. Die Nacht vom 17. auf den 18. Juni war die schlimmste unseres Lebens! Vom Zeitpunkt der Entführung bis jetzt haben wir von den Bürgern der Region, von Freunden und Bekannten eine riesige Welle von Anteilnahme, Mitleiden und Zuneigung erfahren dürfen. Meine liebe Frau und ich sowie Markus und die ganze Familie bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen für dieses Wohlwollen. Wir konnten daraus viel Kraft schöpfen. Auch den Polizeikräften aus Baden-Württemberg, Hessen und Bayern danken wir von ganzem Herzen für diesen Nachteinsatz einer großen Zahl an Polizistinnen und Polizisten, die unter Stress hochprofessionell gearbeitet haben. Die Polizei vermittelte meiner Frau und mir die Sicherheit, dass alles Menschenmögliche zur Rettung von Markus unternommen wird. In großer Dankbarkeit (...). “

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