Symbolbild Foto: dpa

Betrüger treiben in Stuttgart ihr Unwesen - und haben es offenbar speziell aus Russen abgesehen.

Stuttgart - Die Polizei ist bislang unbekannten Betrügern auf den Fersen, die zur Zeit in Stuttgart ihr Unwesen treiben. In Rohr wurde ein 79 Jahre alter Mann um mehrere tausend Euro erleichtert. Offenbar haben es die Täter vor allem auf ältere russische Menschen abgesehen. 

Wie die Polizei mitteilte, bekam der 79-Jährige am Freitagvormittag einen Anruf von einem russisch sprechenden Mann, der sich als Anwalt  ausgab. Der Anrufer erzählte eine haarsträubende Geschichte: Der Sohn des 79-Jährigen, der tatsächlich in den USA lebt, sei die Treppe hinuntergefallen und habe dabei ein Kind schwer verletzt. Jetzt drohe dem Sohn Gefängnis, wenn seine Vater keine Kaution in Höhe von mehreren tausend Euro auftreibe. Zuletzt kam auch der angebliche Sohn selbst ans Telefon. Als der 79-Jährige sich über die unbekannte Stimme wunderte, erwiderte der Anrufer, er habe sich bei dem Sturz den Kiefer gebrochen und daher Schwierigkeiten beim Sprechen.

Kurier holt das Geld ab

Der so getäuschte alte Herr sagte schließlich zu, das Geld einem Kurier auszuhändigen. Wenig später fuhr ein junger Russe bei der Wohnung des 79-Jährigen vor und nahm das Geld in Empfang. Erst später bekam der ältere Herr Zweifel und rief seinen Sohn an, der natürlich nichts von einem Unfall wusste. Daraufhin meldete sich der Senior bei der Polizei.

Die Beamten wissen mittlerweile von weiteren Vorfällen in Stuttgart, in denen die gleiche Masche versucht wurde – allerdings fielen die Opfer nicht auf den Trick herein.

Der angebliche Kurierfahrer, der das Geld in Empfang nahm, ist etwa 25 Jahre alt, etwa 1,85 Meter groß, schlank und hatte kurze, blonde Haare.

Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0711/8990-5461 zu melden.

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