Helena Lang (von links), Claudia Ollenhauer, Irmlinde Schaudi, Toni Gubser und Petra Ossig-Baumann bei der Übergabe des symbolischen Spendenschecks.Foto: Frank Ewald Foto: Schwarzwälder Bote

Spende: 700 Euro von Heidelbeer-Haus und Freunden

Enzklösterle. Gleich zu Beginn der Corona-Pandemie setzten sich Helena Lang, Petra Ossig-Baumann und Claudia Ollenhauer an die Nähmaschinen, Irmlinde Schaudi besorgte die Stoffe. In der Guten Stube des Wohnprojekts "Am Lappach" in Enzklösterle, wo alle vier wohnen, nähten sie mehr als 200 Alltagsmasken, fädelten Drähte und Gummibänder ein, verpackten jede Maske einzeln. Das Heidelbeer-Haus verkauft seither "Masken mit Rezept". Zur Auswahl stehen Heidelbeer-Smoothie, Heidelbeeriger Nudelsalat, Blattsalat mit Heidelbeeren oder Maultäschle mit Heidelbeeren.

 

Nun, da fast alle Masken verkauft sind, wurde der Erlös gespendet – das Heidelbeer-Haus rundete den Betrag nach oben auf. Schaudi, Einsatzleiterin des Hospizdiensts Oberes Enztal, erhielt einen Scheck über 700 Euro.

Richtiger Zeitpunkt

"Die Initiative kam genau in den Tagen, als auch wir vom Hospizdienst nicht mehr in die Heime und Kliniken durften und die Ehrenamtlichen sogar ihre aktuellen Begleitungen beenden mussten. Schwerstkranke und Sterbende begleiten – das, wofür wir alle stehen und antreten – durften wir gerade in der Zeit, wo es so nötig gewesen wäre, nicht mehr tun. Das war eine große Belastung für uns alle. So war es ein kleiner Lichtblick, doch wenigstens indirekt etwas für die Hospizarbeit zu tun", sagte Schaudi. Sie sei ihren beiden Mitbewohnerinnen Helena Lang und Petra Ossig-Baumann sehr dankbar für die vielen Stunden in der "Schneiderei" und Claudia Ollenhauer sowie Toni Gubser für den Verkauf und die Spende.