Rolf Mauch (von links), Daniel Marrek und Alfred Schleimer gehören zu den Initiatoren einer Bürgerstiftung für den größten Lahrer Ortsteil. Foto: Baublies

Rolf Mauch, Daniel Marrek und Alfred Schleimer, Teil des Vorstands von „Sulz hilft“ haben im Ortschaftsrat ihre neue Idee vorgestellt.

Daniel Marrek, Mitbegründer des Vereins „Sulz hilft“, präsentierte erste Ideen, wie das Engagement, das im Jahr 2016 mit der Flüchtlingswelle begonnen hat, in Zukunft weitergeführt werden kann.

 

Marrek betonte, dass der Verein in den vergangenen neun Jahren viel Unterstützung von sehr vielen Sulzern erhalten hat. Da der „enorme Druck“ mittlerweile nachgelassen hat, sei auch die „spontane Hilfsbereitschaft“ geringer geworden. Eine wichtige Erkenntnis für die drei Initiatoren: „Viele Menschen wollen sich beteiligen, brauchen aber klar erkennbare Aufgaben.“ So sei die Spendenbereitschaft im Ortsteil weiter hoch, wenn sichtbar sei, dass das Geld direkt hier ankommen würde.

Vereine und Betriebe sind bereit, sich zu engagieren

Marrek verwies auf den starken Gemeinsinn, den das gesamte Dorf bei der 750-Jahr-Feier gezeigt hat. Zudem gebe es eine aktive Vereinslandschaft sowie lokale Unternehmen und Handwerksbetriebe, die sich engagieren würden. Ein Defizit sei derzeit lediglich, dass es weder die Instrumente noch eine Institution gebe, die das Engagement wieder bündeln kann. Er bezeichnete daher eine künftige Bürgerstiftung als Chance, um aus der positiven Krisenerfahrung ein „dauerhaftes Instrument für die Dorfentwicklung zu machen“.

Marrek stellte die Idee einer Bürgerstiftung kurz vor und stellte auf Nachfrage klar, dass eine Stiftung rein rechtlich nicht die Nachfolge des Vereins „Sulz hilft“ sein kann. So bestehe eine Bürgerstiftung aus einem Vorstand und einem Aufsichtsrat, hat aber im Gegensatz zu einem Verein keine Mitglieder, wie ein Verein. Seiner Vorstellung nach, könnte der jetzige Verein als eine Art Förderverein für eine Stiftung sinnvoll weitergeführt werden.

Die Stiftung soll als „transparente Anlaufstelle“ im Dorf dienen, für alle Bürger, Vereine oder Firmen, für den Ortschaftsrat und die Ortsverwaltung. Der „politische Mehrwert“ bestehe aus einer gestärkten Eigenverantwortung. „Wir setzen auf unsere Bürger, nicht nur auf Förderprogramme.“ Und: Grundsätzlich kann eine Stiftung alle Bereiche innerhalb einer Gemeinschaft ansprechen.

Ortsvorsteherin Nicole Baur sprach für alle im Rat, als sie erklärte, dass diese Idee generell positiv aufgenommen würde. Wenn die Idee konkreter sei, würde das im Rat auf jeden Fall erneut gehört werden.

Ja zum Gebietstausch

Der Sulzer Ortschaftsrat stimmte geschlossen für den Vorschlag der Stadtverwaltung, dass der Bereich Dammenmühle mit den Sportstätten, der zum allergrößten Teil derzeit noch zu Sulz gehört, künftig ein Teil der Kernstadt sein wird. Die Tribüne ist ein Gebäude des Liegenschaftsamts, von dem der Vorschlag stammt. Aufgrund der derzeitigen Grenzverläufe sitzen die Zuschauer bei einem Heimspiel des SC Lahr entweder in Lahr oder in Sulz auf den Stühlen. Dass die Grenze auch auf der Straße Unterer Dammen verläuft, ist für das Liegenschaftsamt und die Stadtplaner allerdings wesentlich komplizierter. Im Gegenzug erhält der Ortsteil den Bereich Oberer Glockenwald auf dem Langenhard. Der Ortschaftsrat hat den Vorschlag in der Sitzung im September ausführlich diskutiert und der Änderung da bereits zugestimmt. Mit diesen zwei Ausnahmen: Eine Adresse am Ortsausgang Lahr verbleibt in Sulz ebenso die Mineralquelle auf Höhe des Stadions des SC Lahr. Da die Verwaltung auf diese Vorschläge eingegangen war, gab es keine Einwände bei der Abstimmung in der Ortschaftsratssitzung am Donnerstagabend .