Andere Zeiten, anderer Müll. Auch auf Masken stoßen die Helfer nun vermehrt. Foto: Geisel

Müll an allen Ecken – nicht in Wildberg. In letzter Zeit haben sich viele Freiwillige gefunden, die den Unrat sammeln. Der Baubetriebshof unterstützt hier gerne mit Müllsäcken, Zangen und dem Entsorgen.

Wildberg - Schon seit Längerem sammeln einzelne Privatpersonen auf ihren Spaziergängen in Eimern oder Müllsäcken das ein, was ihnen so begegnet und definitiv nicht in die Natur gehört. Das beginnt bei kleinen Papierchen, geht über Mund-Nase-Bedeckungen und Tempos bis hin zu diversen Flaschen.

In jüngerer Zeit hat das Engagement noch mal deutlich zugenommen, berichtet Baubetriebshofleiter Karlheinz Röhm. Privatleute, Vereine, Organisationen, Kleingruppen – einige Personen haben in den vergangenen Wochen beim Baubetriebshof gesammelten Müll abgegeben oder Sammelstellen gemeldet. An der Nagold, an der Bundesstraße, am Gültlinger See und an vielen anderen Stellen im Stadtgebiet waren sie unterwegs. "Vielen Dank für das tolle Engagement", spricht Karlheinz Röhm den Freiwilligen aus. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass die Schäferlaufstadt – vor allem in der Wandersaison – in noch besserem Licht erscheint.

Baubetriebshof unterstützt mit Ausrüstung

Der Baubetriebshof stellt den Sammlern hierfür Müllsäcke und Zangen zur Verfügung. Wer noch Bedarf hat, kann vom 19. bis zum 21. Mai, immer zwischen 7.30 und 16.30 Uhr, beides abholen. Bei den Greifzangen gilt: solange der Vorrat reicht.

Geplant ist, dass in den Pfingstferien, also in den Kalenderwochen 21 und 22, daraus eine Art Müllsammelaktion entsteht. Gemeinschaftlich, mit möglichst vielen Helfern im Stadtgebiet, aber – in Anbetracht der Pandemie – ohne in Gruppen zusammenzukommen.

Die vollen Müllsäcke können einfach beim Baubetriebshof am Tor abgestellt werden. Sollte das nicht möglich sein, können die fleißigen Sammler Müllsäcke an Parkplätzen oder Grillhütten im Stadtgebiet ablegen und eine Nachricht an baubetriebshof@wildberg.de mit Bild und genauer Ortsbeschreibung, eventuell mit Google-Earth-Bild oder GPS-Daten, schicken. Die Mitarbeiter sammeln den Unrat dann ein.

Das gilt auch für größere Funde, denn Karlheinz Röhm weiß: Auch Waschmaschinen, Computer und Sofas werden gerne abgeladen. Beliebte Abladeplätze für allerlei Müll seien der Waldparkplatz Sieben Tannen, die Wendeschleife im Wald hinter Schönbronn und generell alle Waldwege, die schwer einsehbar sind. An Grillhütten und dem Sulzer Eck häufen sich kleine Feiern, bei denen gerne mal der Müll zurückgelassen wird. Dafür habe der wilde Müll an der C-Startstelle und der MSC-Hütte deutlich abgenommen, seit hier der Bewuchs zurückgeschnitten ist und die Orte dadurch besser einsehbar sind.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: