Seit mehr als 30 Jahren unterstützt der Förderverein der Roggenbachschule Projekte, die ohne zusätzliche Hilfe kaum möglich wären – maßgeblich geprägt von Michael Klafki.
Der Verein „Freunde und Förderer der Roggenbachschule“ besteht schon länger als 30 Jahre und ist eine Erfolgsgeschichte. Den größten Anteil an dieser Erfolgsgeschichte trägt Michael Klafki. Er leitet seit zwei Jahrzehnten den Verein und sorgt mit immer neuen Ideen dafür, dass in der Schule Anschaffungen möglich sind, die ohne seinen Einsatz nicht möglich wären.
In 30 Jahren erwirtschaftete der Verein mehr als 130 000 Euro, mit denen viele Projekte möglich gemacht wurden. Im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet Klafki, was alles in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt wurde. Zu Zeiten, als die Roggenbachschule noch eine Hauptschule war, waren die Abschlussfeiern ein Höhepunkt, der bei den Schülern unvergessen blieb. Schon hier gingen alle Spenden in die Kasse des Fördervereins.
Die Open-Air-Kinos auf dem Mühlenplatz haben fast schon Tradition. Über die Leinwand flimmerten mal das „doppelte Lottchen“, mal „Honig im Kopf“ oder andere unterhaltsame Filme. Die Bewirtung übernahmen die Fördervereinsmitglieder, auch hier floss wieder eine schöne Summe in die Vereinskasse.
Tauschbörsen in der Schlossberghalle
Zweimal im Jahr organisierte Klafki mit Hilfe der Vereinsmitglieder die Tauschbörsen in der Schlossberghalle in Kooperation mit dem Landratsamt. Am Samstagabend konnten die Waren angeliefert werden, am Sonntag wurde getauscht oder nur etwas mitgenommen. Das Landratsamt stellte einen Container kostenlos auf, also musste Ware, die liegen blieb, nicht wieder abgeholt werden. Auch gab es Geld vom Landratsamt für die Arbeit, um Müll zu vermeiden. Die Mitglieder des Vereins sorgten für Kaffee und Kuchen, auch die Sonntage rentierten sich für den Förderverein.
In Zeiten von Corona gab es zwar keine Einnahmen, aber der Verein überlebte trotzdem dank gut gefüllter Kassen. Der Martinsumzug lag in dieser Zeit auch danieder, konnte aber später wieder aufgenommen werden – sogar mit Pferd und Reiter. Auf dem Mühlenplatz wurde die Mantelszene nachgespielt, der Musikverein unterhielt musikalisch.
Ferienkarussell als feste Größe
Ein ganz besonderes Highlight ist das Ferienkarussell, das sich in mehr als zehn Jahren einen Namen gemacht hat und auch eine Erfindung von Klafki ist. In allen Ferien, außer den Weihnachtsferien, werden Kinder, die zuhause geblieben sind, oder Ferienkinder, die hier Urlaub machen, vormittags in der Spielscheune betreut. „Hier werden die Kinder nicht nur betreut, denn ich engagiere immer junge Erzieherinnen und Erzieher, die noch in Ausbildung sind, oder andere erfahrene Jugendleiter, die den Kindern auch sehr viel spielerisch beibringen“, so Klafki. Die Eltern müssen den Förderverein bezahlen, dieser bezahle die Erzieher und sorge für Spielmaterial.
Es gebe nie die gleichen Programme, hier werde gemeinsam überlegt, was man spielen oder unternehmen könne. Bei gutem Wetter sei man grundsätzlich draußen, fahre auch schon mal für ein paar Stunden, zum Beispiel in eine Kletterhalle. Oder der Verein lade die Polizei oder Sanitäter ein, die alle Fragen geduldig beantworten, so Klafki.
Viele Anschaffungen
Mittel des Fördervereins flossen bereits in Pausenspiele, Nistkästen, ein Trampolin, Kletterspiele und vieles mehr, auch die Schwimmstunden im Aqualino wurden früher vom Förderverein unterstützt.
Vor rund fünf Jahren wurde Klafki für seinen unermüdlichen Einsatz für Kinder von Landrat Sven Hinterseh mit der Landesehrennadel geehrt.