Die Eon-Kernkraftwerke Isar 1 und 2. Foto: dpa

Der Umbruch in der Stromwirtschaft lässt auch die Politik nicht kalt. Ganz ohne die großen Versorger kann die Energiewende nicht gelingen. Was aber, wenn sich die Konzerne nur bei den Kosten des Atomausstiegs durchmogeln wollen?

Düsseldorf - Nach der Ankündigung eines Radikalumbaus beim Energieriesen Eon befürchten Kritiker Nachteile für die Steuerzahler. „Ich befürchte, dass Eon eine Bad Bank für seine sieben Atomkraftwerke schafft, die von den Steuerzahlern gerettet werden muss“, sagte die Energie-Expertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Bärbel Höhn. Der Energiemarktexperte Uwe Leprich sagte, er halte einen neuerlichen Vorstoß aller Energiekonzerne im Nuklearbereich für wahrscheinlich.

Vor einigen Monaten hatten sie versucht, diesen Bereich in eine staatliche Stiftung zu übertragen. Ein EnBW-Sprecher wollte sich zu den Eon-Plänen nicht äußern, verwies aber auf die eigene Strategie, die ähnlich wie bei Eon eine Fokussierung auf Öko-Energien vorsieht.

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