Neben der Verlegung der Nahwärmeleitungen werden auch Glasfaserleitungen unter die Erde gebraucht. Foto: Sina Schuldt/dpa

Der dritte Bauabschnitt beim Ausbau von Nahwärme und Glasfasernetzen in Schopfheim rückt näher.

Der dritte Bauabschnitt beim Ausbau von Nahwärme und Glasfasernetzen in Schopfheim rückt näher. Die Straßen rund um die Altstadt, darunter Mattenlee-, Au-, Entegast-, Wall- und Torstraße, werden in die Versorgungsnetze eingebunden. Nahwärmenetze spielen eine wichtige Rolle in der Energiewende und bieten Endverbrauchern zahlreiche Vorteile.

 

Daniel Weiß, Geschäftsführer der Firma hbg, die den Ausbau in Schopfheim verantwortet, verglich die Preise für die bezogene Kilowattstunde Wärmeenergie am Anschlusspunkt im Haus. Die Kalkulation zeigt, dass mit einem Preis von 15,67 Cent pro Kilowattstunde die Wärmenetze im Vergleich zu Heizöl und Erdgas gut abschneiden, ja sogar etwas günstiger sind. Daniel Weiß betont jedoch, dass dies eine Momentaufnahme ist, die sich ändern kann. Dennoch ist Energie aus Wärmenetzen preislich attraktiv. Das muss nicht immer so sein, die Wahrscheinlichkeit liegt auf Grund unterschiedlich eingesetzter Energieträger aber sehr hoch.

Genau hier liegen die langfristigen Vorteile. Dabei ein interessanter Aspekt: der Energiebedarf der Haushalte im Jahresverlauf. Eine Basisversorgung für Warmwasser ist immer notwendig; während der kalten Wintermonate steigt der Bedarf drastisch. Daniel Weiß setzt auf einen Energiemix aus nachhaltigen Quellen wie Pellets oder Hackschnitzel, ergänzt durch Gas und Öl in Spitzenzeiten, um Energie- und Preissicherheit zu gewährleisten. Nahwärmenetze bleiben offen für technologische Erneuerungen und befreien Endverbraucher von den Unsicherheiten durch politische Neuregelungen oder Marktbedingungen. Der Netzbetreiber hat die finanziellen Kapazitäten, um neue Technologien zu integrieren.

Überschaubare Technik

Die Kosten für einen Anschluss im Einfamilienhaus betragen 9520 Euro, dazu kommen 5950 Euro für die Übergabestation. Diese Preise verstehen sich inklusiv Mehrwertsteuer. Dafür bietet die Technologie neuesten Standard, geringen Platzbedarf, überschaubare Technik und einen rund um die Uhr verfügbaren Service. Techniker können im Bedarfsfall über das Internet eingreifen, sofern der Kunde zustimmt, was schnelle Problemlösungen ermöglicht.

Eine Ratenzahlung der Anschlusskosten ist denkbar, und bestehende Solarthermie-Anlagen können parallel genutzt werden. Zudem besteht die Möglichkeit einer Förderung durch die KfW-Bank von bis zu 70 Prozent.

Die Stadtverwaltung bemüht sich, Straßenrenovierungen und den Ausbau der Wärmenetze im gleichen Zeitraum durchzuführen, was auch im dritten Bauabschnitt so gehandhabt wird.

Angebot für Glasfaseranspruch

Parallel dazu erfolgt das Angebot eines Glasfaseranschlusses. Paul Kempf, Geschäftsführer des Zweckverbandes Breitbandversorgung im Landkreis Lörrach, erklärte, dass die Anschlussgeschwindigkeit von momentan 50 Megabit (MBit) auf bis zu 1000 MBit erhöht wird, was viele gleichzeitige Online-Aktivitäten und störungsfreies Fernsehen ermöglicht.

Von den etwa 110 000 Wohnungen im Landkreis sind bereits 41 000 angeschlossen, was über dem Durchschnitt von Land und Bund liegt. Sollte die alte Leitung bevorzugt werden braucht sich momentan niemand sorgen. Diese bleibt zumindest jetzt erhalten. Die Zusammenarbeit zwischen der Netzgesellschaft des Zweckverbandes und der Firma Pyur als Betreiber funktioniert gut, auch die Anbieter vor Ort Pyur und Stiegeler arbeiten erfolgreich.

Firma Bühler unterstützt Ausbau

In Schopfheim unterstützt die Firma Bühler den Ausbau des hauseigenen Internetanschlusses. Vertreter der Firma Bühler waren auf der Veranstaltung in der Stadthalle vor Ort, um auf Fragen zum alltäglichen Umgang mit dem Internet einzugehen.

Vieles ist bei der Veranstaltung klar geworden. Der Termin rück näher ist aber noch nicht genau definiert. Ende 2027 Anfang 2028 wird es wohl werden; also noch genügend Zeit für Bewohnerinnen und Bewohner sich weiter zu informieren bevor sie entscheiden.