Im Bereich Hirschgarten/Langenbrander Höhe soll es nicht bei vier Windrädern bleiben. Foto: Markus Kugel

Auf dem Kälbling in Calmbach werden gerade zwei Windräder aufgestellt. Im Bereich Hirschgarten/Langenbrander Höhe stehen bereits vier. Dort sollen drei weitere Windräder hinzukommen. Wie ist momentan der Stand der Dinge?

Der Windpark im Bereich Hirschgarten/Langenbrander Höhe wurde am 10. Juni 2024 offiziell eingeweiht. Drei Anlagen stehen auf Waldrennacher Gemarkung (Stadt Neuenbürg), eine auf Langenbrander Gemarkung (Gemeinde Schömberg). Seit Ende Juli 2024 ist der Windpark vollständig in Betrieb.

 

Ursprünglich hatte die BayWa r.e. Wind GmbH als Betreiber des Windparks sogar vorgehabt, im ersten Schritt fünf Anlagen zu bauen. Auf Langenbrander Gemarkung sollte es nach dem Willen des Betreibers eine zusätzliche Anlage geben. Sie wäre besonders ertragreich gewesen. Allerdings einigten sich der Betreiber und die Gemeinde Schömberg darauf, auf den Bau dieses Windrades zu verzichten. Die Gemeinde Schömberg wollte das Windrad aus Abstandsgründen nicht. Letztlich verzichtete die BayWa r.e. Wind GmbH dann auf die Anlage.

Große Haushaltsnöte der Gemeinde

In der Gemeinderatssitzung im Februar sprach Christina Keppler in der Bürgerfragerunde das weggefallene Windrad wieder an. Wegen der großen Haushaltsnöte der Kommune appellierte sie an die Gemeinde in den anstehenden Gesprächen über den Bau von drei weiteren Anlagen auch über das weggefallene Windrad im ersten Bauabschnitt zu verhandeln. Dadurch solle die Gemeinde Pacht und andere Einnahmen bekommen, so Keppler.

Der Haushalt von Schömberg soll übrigens in der nächsten Sitzung des Gemeinderates am Dienstag, 29. April, verabschiedet werden. Seit der Einbringung des Haushalts im Februar gab es keine öffentliche Beratung über das Zahlenwerk.

Mit keinem Wort erwähnt

Auf die Anfrage der Redaktion, ob die BayWa r.e. Wind GmbH mit der Gemeinde Schömberg über dieses von der Firma zunächst angestrebte fünfte Windrad wieder verhandeln werde, ging Tanja Schneider-Diehl, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens, in ihrer Erwiderung mit keinem Wort ein.

Stattdessen bekräftigte Schneider-Diehl das Bestreben der BayWa r.e. Wind GmbH, drei weitere Windräder auf der Langenbrander Höhe zu verwirklichen. „Wir sind weiterhin dabei, die Planung des Folgeprojekts auf der Langenbrander Höhe voranzubringen und Schritt für Schritt voranzukommen. Dazu stehen wir selbstverständlich weiter im Austausch mit relevanten Akteuren mit dem Ziel, das Windparkprojekt baldmöglichst zu realisieren.“

Im Februar zeichnete Schneider-Diehl ein positives Bild von der Entwicklung der BayWa r.e. Wind GmbH – trotz der finanziellen Probleme der Muttergesellschaft BayWa r.e. AG. So habe die BayWa r.e. Wind GmbH im vergangenen Jahr vier Windparks mit knapp 51 Megawatt in Betrieb genommen. Das Unternehmen habe fünf neue Genehmigungen zum Bau weiterer Windparks erhalten und dabei seine Pipeline auf eine Leistung von 1,6 Gigawatt erweitert.