Weiterhin setzt die Gemeinde auf die energetische Sanierung ihrer Gebäude. Im Gemeindesaal werden demnächst Fenster und Türen ausgetauscht.
Das mache Sinn bei einem Gebäude mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach, das zudem künftig an ein klimaneutraleres Heizsystem angeschlossen werden soll, hieß es im Gemeinderat. Im vorderen Bereich des Gemeindesaals sind die rund 40 Jahre alten Fenster lediglich zweifach verglast. Die Holzaußentüren sind teilweise marode oder entsprechen nicht den heutigen Energie- und Sicherheitsstandards, des weiteren öffnet sich die Tür des Jugendraums nur nach innen und ist deshalb nicht als Fluchttür geeignet.
Auch der Jugendraum soll neue Fenster erhalten. Durch eine derzeit laufende Landesförderung in Höhe von 25 Prozent plus der Förderung von 15 Prozent durch das Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) können Fenster und Türen kostengünstig auf den neuesten Stand gebracht werden. Beide Förderungen sind bewilligt worden. Und wenn man schon dabei ist, kommen noch Fliegenschutzgitter für Saal und Küche hinzu. Wie Bürgermeister Christian Iselin sagte, könne man so an warmen Tagen unbesorgt lüften, ohne dass kleine fliegende Besucher von draußen an Kuchen oder Salate heran kämen.
Sanitärbereich ist schon dreifach verglast
Die bereits dreifach verglasten Fenster des Sanitärbereichs in der Gemeindehalle müssen nicht ausgetauscht werden.
Einstimmig vergab der Gemeinderat den Auftrag über 63.230 Euro an die Schreinerei Oswald aus Wieslet. Die Barrierefreiheit ist gegeben. Die Schreinerei war bereits im Feuerwehrhaus tätig, wo samt angrenzendem Kindergartengebäude Fenster ausgetauscht, alte Bausünden und Kältebrücken beseitigt wurden.
Als nächsten Schritt soll eine neue Heizanlage folgen für den Rathauskomplex, bestehend aus Gemeindehalle, Rathaus und der Flüchtlingsunterkunft neben dem Rathaus in der Dorfstraße 4. Hier denkt die Gemeinde an die Installation einer Wärmepumpe für die Grundlast, für die Spitzenlast soll die vorhandene, erst acht Jahre alte Gasheizung genutzt werden.
Wärmepumpe plus Gasheizung sind geplant
Der Antrag bei der Naturenergie auf Förderung der Heizanlage wurde laut Iselin bereits gestellt. Unter der Voraussetzung, dass die Wärmepumpe 65 Prozent der Heizlast abdecke, seien 30 Prozent Förderung denkbar. Seit vergangenem Oktober ist die Gemeinde beteiligt an „naturenergie vernetzt“.
Das Beteiligungsprogramm der Naturenergie-Gruppe für Kommunen bietet neben einer jährlichen Dividende von rund 2,95 Prozent und einer erfolgsabhängigen Zusatzausschüttung ein Förderprogramm für Projekte unter Anderem aus den Bereichen CO2-Einsparung, Ressourcen- oder Energieeinsparung.