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Energieverbands-Chefin Müller "Vergütungen für neue Solaranlagen streichen"

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Die Vergütung von Ökostrom soll sich anstatt dessen in Zukunft stärker am Börsenpreis für Strom ausrichten, fordert Energieverbands-Chefin Müller Foto: dpa

Stuttgart/Berlin - Die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW), Hildegard Müller, hat sich dafür ausgesprochen, die Förderung Erneuerbarer Energien von Grund auf umzustellen. Sie plädiere dafür, „die fixen Vergütungen für Ökostromerzeuger bei neuen Anlagen zu streichen“, sagte Müller den Stuttgarter Nachrichten. Die Vergütung von Ökostrom solle sich anstatt dessen in Zukunft stärker am Börsenpreis für Strom ausrichten. Die Betreiber von Wind- und Solaranlagen sollten ihren grünen Strom künftig stärker direkt an Börsen vermarkten, sagte Müller dem Blatt.

Bisher erhalten die Erzeuger von Ökostrom, etwa aus Fotovoltaik- oder Windanlagen, für eine feste Dauer von 20 Jahren Geld für jede ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde Energie. Bei Fotovoltaikanlagen sind das derzeit bis zu 14 Cent, bei Windkraft an Land etwa neun Cent. „Es war richtig, die Erneuerbaren in der Anfangsphase stark zu fördern, das muss man jetzt aber bei Neuanlagen zurückfahren“, sagte Müller dem Blatt. Jetzt müssten die Erzeuger nach und nach Verantwortung für die Systemsicherheit, aber auch für die Kosten übernehmen. Bereits errichtete Anlagen sind von den Plänen nicht betroffen. „Wir sollten nicht in den Anlagenbestand eingreifen“, sagte die BdEW-Chefin. Klar sei, dass man „auch weiterhin den Ausbau der Erneuerbaren Energien“ in Deutschland brauche. Zur Debatte um eine bessere politische Koordinierung der Energiewende sagte Müller, es könne nicht sein, „dass sich das Bundeswirtschaftsministerium um die fossilen Kraftwerke kümmert und das Bundesumweltministerium um die Erneuerbaren. Das muss in eine Hand.“

Um neuen, klimafreundlichen Kraftwerken mehr Chancen im Markt zu geben, machte sich die BdEW-Chefin zudem für schärfere Klimavorschriften in Europa stark, insbesondere für „ein ambitioniertes CO2-Minderungsziel auf europäischer Ebene bis 2030“. Müller sagte den Stuttgarter Nachrichten: „Es gibt ein CO2-Ziel für das Jahr 2020 und für 2050. Dazwischen gibt es aber bisher nichts.“ Brüssel müsse das CO2-Zertifikatesystem reformieren: „Wir hoffen, dass die neue Bundesregierung das unterstützt.“ Mit Blick auf die aktuellen Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene sagte sie: „Ich hoffe auf einen Koalitionsvertrag, der sich mit dem Thema Energie intensiv und detailliert auseinandersetzt.“

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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