Der Sulzer Marktplatz soll auch dieses Jahr mit Weihnachtsdeko beleuchtet werden. Foto: Steinmetz

Angesichts explodierender Energiepreise steht auch die Sulzer Stadtverwaltung vor der Frage, wie mit der Weihnachtsbeleuchtung verfahren werden soll.

Sulz - "Grotesk" seien die Diskussionen über die Weihnachtsbeleuchtungen im öffentlichen Raum, wie Hauptamtsleiter Hartmut Walter in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses erklärte. Zum Vergleich führte er die "Stromfresser" auf dem Cannstatter Wasen oder der Münchener "Wiesn" an.

Wie wird es aber nun in Sulz mit Weihnachtsbäumen und -sternen gehandhabt? Eine finale Entscheidung ist noch nicht gefallen – die soll in einer der kommenden Gemeinderatssitzung beschlossen werden. Wichtig ist Walter die Beibehaltung liebgewonnener Traditionen: Am Freitag vor dem ersten Advent – pünktlich zu Start von "Sulz erstrahlt" – soll die Weihnachtsbeleuchtung angeschaltet werden.

"Der Fokus der Weihnachtsbeleuchtung wird auf den Marktplatz gelegt", so Walter über den momentanen Stand der Planungen. Gerade die coronagebeutelten Gastronomen und der Einzelhandel sollen nicht unter ausbleibendenden Weihnachtslichtern leiden. Beispielsweise sollen die Kastanien im Stadtkern mit "Glühwürmchen" beleuchtet werden.

Beleuchtung nur bis zum 2. Weihnachtsfeiertag

Ansonsten werden die Kernstadt und die elf Ortsteile jeweils von einem Weihnachtsbaum mit Lichterkette bereichert – wie auch in den vergangenen Jahren. Neu ist: Anstatt bis zum Feiertag "Heilige Drei Könige" am 6. Januar, wird die beleuchtete Deko nur bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag mit Strom versorgt.

Die Beleuchtung werde auch nicht rund um die Uhr brennen. Walter betont: "Wir müssen die weiteren Entwicklungen und Entscheidungen des Städte- und Gemeindetages abwarten." Vielleicht gebe es auch nochmal neue gesetzliche Vorgaben von der Regierung, blickt der Sulzer Hauptamtsleiter in eine ungewisse Zukunft.

Walter: "Nicht an falschen Stellen sparen"

Der Vorteil in Sulz: Schon vor der Energiekrise hat die Stadt auf energiesparende Weihnachtsbeleuchtung – unter anderem Ein-Watt-Birnen – umgestellt. Hartmut Walter ist daher der Meinung: "Wir sollten verhältnismäßig handeln und nicht an den falschen Stellen sparen."