Die Stadt Sulz setzt unter anderem auf Energiesparlampen. Foto: Scholz/dpa-tmn

Trotz Berichten über gut gefüllte Gasspeicher gelten auch in Sulz noch Maßnahmen zur Einsparung von Energie. Um den Auflagen nachzukommen, setzt die Stadt Sulz nicht nur auf zurückhaltenden Verbrauch in der Gegenwart, sondern investiert auch in die Zukunft.

Sulz - Vorschriften zu Energiesparmaßnahmen betreffen auch die Stadt Sulz, obwohl die Gasspeicher wohl gut gefüllt sind. Hartmut Walter von der Stadtverwaltung Sulz erläutert unserer Redaktion auf Anfrage, man habe auf die Verordnungen Anfang September umgehend grundsätzlich reagiert.

Zahlreiche Maßnahmen wurde umgesetzt

So sei die Beleuchtung öffentlicher Gebäude wie der evangelischen Stadtkirche oder der Waldhornbrücke abgeschaltet worden. Zudem seien für Gebäudereinigung und Handhygiene kaltes Wasser verwendet worden, teilt Walter mit. Auch habe man die städtische Weihnachtsbeleuchtung begrenzt. Zudem: Gemeinschaftsflächen wie Flure und Treppenhäuser seien nicht beheizt worden, zählt Walter auf.

Das Rathauspersonal komme durch angepasste Kleidung gut mit den gesenkten Temperaturen zurecht, berichtet Walter. Auch Kritik seitens der Bürgerschaft sei nicht bekannt.

Zudem gibt Walter an, die Stadt Sulz habe bereits im vergangenen Jahr erhebliche Investitionen getätigt, um Energie zu sparen. So sei die Fernwärme für das Freibad, die Neckarhalle, die Stadionhalle, das Albeck-Gymnasium, die Lina-Hähnle-Realschule sowie die GWRS ausgebaut und angeschlossen worden.

Weniger Fahrten durch digitalen Einsatz

Zusätzlich seien Energiesparlampen eingesetzt worden. Weiter berichtet Walter von laufenden Modernisierungen elektrischer Geräte etwa in Kläranlage und Wasserversorgung und von energetischen Maßnahmen in öffentlichen Gebäuden wie Dach- und Fenstersanierung sowie die Modernisierung von Heizungsanlagen. Zur Flutlichtanlage im Albeck-Stadion habe es einen Zuschuss gegeben. Darüber hinaus, erklärt Walter, sei es über ERL-Förderung und die ausgewiesenen Sanierungsgebiete im Stadtgebiet vielen Hauseigentümern möglich gemacht worden, ihre Gebäude bezuschusst energetisch zu sanieren. Als letzten Punkt nennt Walter einen starken Einsatz elektronischer Medien, unter anderem für Schulungen, Besprechungen und Tagungen und dadurch eine Verringerung privater Fahrten.

Noch mehr geplant

Im Investitionsprogramm der Stadt für das laufende und die folgenden Jahre seien weitere große Investitionen enthalten wie die energetische Sanierung der Fenster der Grund- und Werkrealschule Sulz für 1,5 Millionen Euro sowie die energetische Sanierung und Erweiterung der Mehrzweckhalle in Fischingen für 3,4 Millionen Euro, berichtet Walter. Energiesparen ist in Sulz also nicht nur im Rahmen der Verordnungen ein großes Thema.