Wasser und Luft im Junginger Hallenbad werden etwas kühler, als gewohnt. Die Diskussion, ob das Bad weiterbestehen soll, möchte Bürgermeister Oliver Simmendinger noch etwas verschieben. Foto: sb

Gemeinderat stimmt Schließung der Sauna zu / Forderung nach mehr Fotovoltaik auf Dächen von Gemeindeeinrichtungen

Jungingen - Bürgermeister Oliver Simmendinger gab in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag einen Überblick über Energiespar-Projekte, die schon realisiert sind. LED-Straßenbeleuchtung, Trennung der Heizung von Rathaus und Gemeindesaal, digitale Heizungsthermostate, Austausch von Aggregaten in der Kläranlage durch energieeffizientere, neue Lüftungstechnik im Hallenbad, und dem Bauhof ist es gelungen, durch reduziertes Heizen den Heizölverbrauch zu halbieren. Die Pläne, im Feuerwehrhaus und im Rathaus Pelletheizungen zu installieren, wurden erst mal verschoben, da die Pelletpreise extrem gestiegen sind. Hier werde man nun abwarten und in ein, zwei Jahren nach einer Lösung suchen, so Simmendinger.

Geprüft wird derzeit, was eine Umprogrammierung der Junginger LED-Straßenlampen kosten würde. Bereits jetzt dimmen sie um 23 Uhr um 50 Prozent runter. Man könnte aber auch einzelne Lampen dann ganz abschalten oder auf nur noch 30 Prozent Leuchtleistung gehen, so eine Idee.

Mehr Fotovoltaikanlagen auf Gemeindegebäuden angemahnt

In der Debatte fand Gemeinderat Alexander Pick, dass Jungingen jetzt schon mehr im Bereich Energiesparen tun könnte und verwies darauf, dass weder Rat- noch Feuerwehrhaus noch weitere Gemeindeimmobilien Fotovoltaikanlagen auf dem Dach haben. Simmerdinger räumte das ein, betonte aber eher, was bereits von der GEmeinde geleistet worden ist.

Neue Angebote im Hallenbad geplant

Zur zentralen Frage des Abends dürfte sich aber das Junginger Bad entwickeln. Simmendinger berichtete, dass die jährlichen Kosten dafür bei etwa 300 000 Euro liegen, während der Coronaschließung habe sich gezeigt, dass man 20 000 Liter Heizöl und 50 000 Kilowattstunden im Bad verbrauche. Macht derzeit Kosten von etwa 70 000 Euro. Hauptnutzer seien die 80 Junginger Grundschüler, 40 Schüler der Weiherschule, und das DLRG, das hier Schwimmkurse anbiete. Sein Vorschlag, die Wassertemperaturen nun von 29 auf 26 Grad zu senken, die Lufttemperatur von 30 auf 27 wurde akzeptiert. Ebenso, dass die Sauna zu bleibt. Dafür soll das Badpersonal zusätzliche Angebote generiere wie Babyschwimmen und Wassergymnastik.

Alexander Pick stellt Fortbestand des Hallenbads zur Diskussion

Alexander Pick stellte angesichts der geringen Benutzung des Bads durch Einwohner die Grundsatzfrage, ob das Hallenbad, das den Haushalt extrem belaste, nicht einfach geschlossen werden soll. Für Schwimmunterricht würde sich eine andere Lösung finden, ist er überzeugt. Oliver Simmendinger möchte die Debatte aber noch um zwei Jahre verschieben. Die geringen Benutzerzahlen sieht er auch in der Coronapause begründet. Man solle erst mal sehen, wie sich die Badnutzung nun wieder einpendelt.