Auf diese Beleuchtung am Alten Rathaus in Rust muss die Gemeinde im kommenden Winter wohl verzichten. Foto: Mutz

Es ist wohl nur der erste Schritt, um in Kommunen Energie einzusparen. Der Ruster Gemeinderat beschloss nun auf Vorschlag der Verwaltung erste Maßnahmen. Unter anderem soll die Außenbeleuchtung der öffentlichen Gebäude abgeschaltet werden.

Rust - Die in Rust beschlossenen Maßnahmen stützen sich auf gesetzliche Vorgaben des Bundes vom 1. September, die zum Teil auch auf freiwilliger Basis umzusetzen sind. Der Leiter des Umweltamts der Gemeinde, Alexander Schindler, erläuterte dem Rat und den zahlreichen Zuhörern der Sitzung die Maßnahmen, die nicht abschließend sind.

Raumtemperatur wird gesenkt

So sollen die öffentlichen Brunnen abgeschaltet werden. Die öffentlichen Gebäude sollen zum einen nicht mehr beleuchtet werden, außer dort, wo sie der Wegsicherung dienen. Zum anderen soll die Raumtemperatur dort auf 19 Grad reduziert werden. Eine Ausnahme sind Klassen- und Betreuungsräume, in ihnen soll es ein Grad mehr, also 20 Grad haben. Dort, wo in der Regel nur die Hände gewaschen werden, sollen die Warmwasserspeicher abgeschaltet werden.

Auch für den Totalausfall wird in Rust vorgesorgt

Überprüft werden sollen die Heizungsanlagen sowie die Dichtigkeit von Fenstern und Türen. Die Straßenbeleuchtung soll, dort, wo es noch nicht geschehen ist, auf LED umgestellt werden. Die Weihnachtsbeleuchtung soll reduziert werden.

Die Mitarbeiter sollen hinsichtlich der Energiesparmaßnahmen geschult werden. Zudem soll Vorsorge bei einem Strom-Totalausfall getroffen werden. Des Weiteren sollen Wärmestuben eingerichtet zum Beispiel in der Rheingießenhalle, wo ein Notstromaggregat weiter Wärme erzeugen kann.

In diesem Zusammenhang wurde erwähnt, dass in Rust derzeit 373 ukrainische Flüchtlinge untergebracht sind, deren Wohnungen wie die anderen öffentlichen Gebäuden auch einem Energiecheck unterzogen werden sollen.

Auch die Enrgieerzeugung soll verbessert werden

Es sei wichtig, bewusster mit der knapper werdenden Energie umzugehen, befand Jörg Herdrich.

Man müsse noch mehr auf die Energieerzeugung den Fokus richten, mahnte Ewald Scherer im Gemeinderat an. Es bestünden genügend Flächen für Photovoltaikanlagen, auch auf der Kirche, stellte Scherer fest. Mit dem Austausch von Altanlagen könne man eine weitaus größere Effizienz erreichen, befand Hauptamtsleiter Thomas Sauter. Karl-Heinz Debacher sieht im Dorf Rust ein größeres Potenzial an Flächen als in den Städten.