Nach einem Jahr kreativer Pause aufgrund der Hallenschließung findet jetzt wieder der überregional beliebte Fasnetumzug der Narrenzunft Weigheim statt.
Den Auftakt der närrischen Tage im Ort eröffneten traditionell die Stallhocker der Heimat- und Trachtengruppe. Sie stellten in Kooperation mit der Narrenzunft getreu ihrem Motto „Fällen, präparieren und aufrichten“ den Narrenbaum auf dem Kirchplatz.
Die Traditionsveranstaltung feiert in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag, weshalb Siegfried Uhl als Mann der ersten Stunde den Anwesenden der inzwischen rund 30 Baumstellern einen handgefertigten Geburtstagsorden verlieh. Dessen Metall-Plakette gestaltete Lothar Heinig.
Das manuelle Stellen des Baumes erfolgte unter der Leitung von Stellmeister Wilko Gieß. In diesem Jahr stammt der Baum aus dem Wald von Walter Kiefer.
Ein Geburtstagsschild
Siegfried Uhl erinnert sich an die Anfänge, als der erste Narrenbaum auf Initiative des damaligen Zunftmeisters Jürgen Refke in die Höhe ragte. Schon damals zierte er im Bereich des Kirchplatzes die Dorfmitte. Der Baum ist auf wenigen Metern Höhe mit einer Hansel- und einem Wolfsfigur, den Abteilungen der Narrenzunft, geschmückt. Speziell für dieses Jahr hat Anna-Lena Kipp ein Geburtstagsschild entworfen, welches ebenfalls den Baum ziert.
49 Zünfte
Am Samstag um 14.14 Uhr ist es nun soweit. Der von tausenden Menschen und Hästrägern begleitete und überregional bekannte Fasnetsumzug durch Weigheim ist nach einem Jahr Pause wieder am Start. 49 Zünfte haben ihre Teilnahme zugesichert, der in diesem Jahr bereits an der Kreuzung Alfons-Käfer und Mühlhauser Straße beginnt und in der Heugasse bei der Kindertagesstätte endet.
Hier geht die Party ab
Dort steht in der Verlängerung des Pfarrsaals ein Festzelt, in welchem die Party weitergeht. So wie in den zehn im Ort verteilten Besenwirtschaften, die am Freitag und Samstag unter der Leitung der teilnehmenden örtlichen Vereine geöffnet sind. Getränke und Essen gibt es satt zwischen den Outlaws in der Alfons-Käfer Straße und der ebenfalls geöffneten Speisegaststätte des FC Vorwärts in der Trossinger Straße.
Die leicht modifizierte Umzugsstrecke ist eine Folge der aufgrund der Folgen eines Starkregens noch immer geschlossenen Festhalle, die auf unbestimmte Zeit für Veranstaltungen nicht verfügbar ist.
Vorstandsmitglied Stefanie Rapp hofft, dass das Fasnetswochenende bald wieder in der Halle stattfinden kann. „Optimal wäre es, wenn wir zum 33. „Jubiläums-Geburtstag“ der Zunft im Jahr 2028 die Mehrzweckhalle während der Fasnet wieder nutzen könnten“, ergänzt sie.
Ortsdurchfahrt gesperrt
An diesem Samstag, 6. Februar, ist die Ortsdurchfahrt in Weigheim zwischen 12 und 18 Uhr gesperrt, die Umleitung ist ausgeschildert. Bereits an diesem Freitagabend, 5. Februar, steigt ab 19.59 Uhr auf dem Festgelände am Pfarrheim der Dorf- und Zunftball.