Auf der Dögginger Festmeile sind allerorten die Narren los. Der Auftakt mit Nachumzug und Partymeile wird besser angenommen als die bisherigen Warm-Up-Party des Sportverein in den vergangenen Jahren. Foto: Rainer Bombardi

Rambazamba, Lichterglanz und närrische Hochstimmung: Der erste Nachtumzug der Dögginger Geschichte lockte Hunderte Besucher an und verwandelte Ort und Halle in eine Fasnetsmeile.

Rambazamba auf Döggingens Straßen und ein närrisches Volk in Feierlaune hat der erste Nachtumzug in der Geschichte Döggingens beschert.

 

Zum Auftakt der Fasnet landete der SV Döggingen in Kooperation mit den Schlösslebuckhexen der Gauchenzunft diesen Volltreffer und verwandelte das kurzfristig errichtete Narrendorf auf dem Schulhof und die angrenzende Gauchachhalle in eine Festmeile.

Hunderte Gäste säumten bereits beidseitig die Wegstrecke des Nachtumzugs, die entlang der Emil-Frei-Straße bis zum Schulhof führte. Danach gab es im Narrendorf und in der Halle kaum mehr ein Durchkommen. Auch in den Besenbeizen steppte der Bär.

Mit originellen Namen wie Zum alten Zunftmeister, Zum Alm-Eli, Zum Schrauber-Stüble oder Zum Sprudel-Wirt bereicherten die Besenbeizen für einen Tag die örtliche Gastronomieszene. Die Feuerwehr betrieb die beliebte Blaulichtbar, und in der Zunftstube ging es ebenfalls hoch her.

24 Gruppen nehmen teil

Den Auftakt machte der Umzug mit 24 teilnehmenden Gruppen, deren Herkunft sich vom Klettgau und Wutachtal bis nach Brigachtal und Niedereschach erstreckte. Zahlreiche Narrenvereine aus der Nachbarschaft ließen sich das Ereignis nicht entgehen. Zum Umzugsauftakt erleuchtete ein Feuerwerkskörper den Himmel, ehe sich mit dem in seinen roten Uniformen nicht zu übersehenden einheimischen Musikverein der Tross in Gang setzte.

Die in Rot gekleidete Zunftkapelle der Gauchen eröffnet den Nachtumzug. Foto: Rainer Bombardi

Es folgten diverse Hexen- und Narrengruppen sowie mit den Bräunlinger Brändbachhupä, der närrischen Abteilung im Musikverein Ewattingen und den Geißenguggis aus Weizen drei Guggenmusiken, die entlang der Wegstrecke dafür sorgten, dass die Stimmung aufrechterhalten blieb.

Dies taten auch die Narren, die sich immer wieder unter die Zuschauer mischten. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch keiner, dass sich der Ort noch vor Mitternacht in eine weiße Winterlandschaft verwandeln würde.

Narri-Narro! Gauchen-Narrenvater Marius Meier beteiligt sich noch einmal mit vollem Elan am Nachtumzug, bevor er sein Zepter weiterreicht. Foto: Rainer Bombardi

Das Publikum feierte, sang, tanzte ausgelassen und genoss das gesellige Beisammensein in vollen Zügen. Die gute Laune war allerorten zu sehen und zu spüren. Das lag auch daran, dass die Veranstalter alles daran gesetzt hatten, Döggingen im besten Licht erstrahlen zu lassen.

„Endlich Fasnet!“ – Dieser Slogan galt auch für die Besenwirtschaften, die sich mit zunehmender Beliebtheit zum Publikumsmagneten mauserten. Mit fortgeschrittener Zeit war auch dort ein Durchkommen nur noch unter erschwerten Bedingungen möglich.

Drei Damentanzgruppen treten auf

Derweil hatten sich in der Halle mit den Riedböhringerinnen „High Definition“, der Garde aus Brigachtal und einer weiteren Gruppe aus Blumberg drei Damentanzgruppen positioniert, die sich mit ihren Tänzen in lockerer Abfolge präsentierten und die ohnehin grandiose Stimmung weiter steigerten.

Ein Dögginger Gauchenvogel sucht den Kontakt zum Publikum entlang der Umzugsstrecke. Foto: Rainer Bombardi

DJ-Musik in der Halle und im größeren Festzelt auf dem Schulhof unterhielt die Besucher bis weit nach Mitternacht. Zudem boten die Schlösslebuckhexen den Gästen in einem Versorgungszelt Wurst und Wecken zur Stärkung an.

SV-Vorsitzender Stefan Fehrenbacher war überaus zufrieden mit der Resonanz, die mit jener auf die Fasnet-Warm-up-Partys der vergangenen Jahre nur wenig gemein hatte. Dazu, inwieweit der in einer Gemeinschaftsaktion mit der Narrenzunft entstandene Fasnetauftakt in dieser neuen Form beibehalten wird, wollte sich Fehrenbacher noch nicht äußern.

„Letztendlich sollte das Ganze für keinen der Vereine ein Verlustgeschäft sein“, urteilte er zurückhaltend, und weiter: „Gefühlt sieht es nicht schlecht aus.“

Der Umzug

Der Sportverein Döggingen
holte zum Fasnetauftakt die Schlösslebuckhexen der Gauchenzunft als Veranstalter mit ins Boot. Seine seit Jahren auf geringere Resonanz stoßende Fasnet-Warm-Up-Party ersetzte er in Kooperation mit der Zunft durch einen Nachtumzug, der direkt auf eine Festmeile mit Narrendorf und Gauchenhalle führte. Besenwirtschaften und Vorführungen rundeten das Angebot ab.