Viele Mitglieder machten noch die Ausbildung zum Rettungsschwimmer, um so ehrenamtlich im Bad die Aufsicht übernehmen zu können. Doch nun bleibt das Bad dauerhaft geschlossen. Foto: Hella Schimkat

Das Unterkirnacher Hallenbad bleibt dauerhaft geschlossen. Der Förderverein, der das Aqualino retten wollten, hat sich aufgelöst.

Das Aqualino ist Geschichte. In einer außerordentlichen Versammlung der Vereinsmitglieder des Fördervereins Aqualino in der vergangenen Woche stimmten die Mitglieder der Auflösung sowohl des Fördervereins wie auch der Aqualino Betriebsgesellschaft zu.

 

Lange haben sich die Vereinsmitglieder und viele Bürger gegen die Schließung des Aqualino gewehrt. Sowohl die Rheumaliga wie auch Nina Benz-Trischmann hatten immer wieder betont, wie wichtig das Bad für die Mitglieder der Rheumaliga und das Schulschwimmen sei. Auch Feriengäste zeigten sich sehr enttäuscht, dass sie das kleine, gemütliche Bad nicht mehr nutzen konnten.

Kritik an Bürgermeister Andreas Braun

In der Versammlung hagelte es auch Kritik gegen Bürgermeister Andreas Braun und seinen Umgang mit dem Vorstand das Fördervereins.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Klaus Kuhnt, erklärte auf Anfrage, dass das restliche Geld nach Abwicklung des Vereins an die Gemeinde überwiesen werde, diese werde dann das Geld an gemeinnützige Vereine in Unterkirnach weiterleiten.

Im Zuge der Abwicklung müsse wie in einer Firma der Jahresabschluss gemacht werden, so Kuhnt. Bis zum Sommer sollte alles erledigt sein, hofft er.

Vo m Förderverein übernommen

Das Hallenbad „Aqualino“ wurde vom Förderverein übernommen, nachdem die Gemeinde es aus Kostengründen nicht mehr weiterbetreiben konnte. Schon mehrfach stand der Förderverein vor finanziellen Problemen, schon mehrfach drohte die Schließung des Hallenbades. Am 11. September 2022 wurde das Bad geschlossen. Seitdem war immer wieder Hoffnung aufgekeimt, das familiäre Hallenbad doch weiterbetreiben zu können. Doch diese Pläne haben sich nun endgültig zerschlagen.