Das Wasser ist raus aus dem früheren Eisweiher. Zurück bleibt eine Schlammfläche. Foto: Klaus Stopper

Rissige Schlammfläche statt idyllischer Blick aufs Wasser. Der Hechinger Eisweiher ist kein Ausflugsziel mehr. Aber das stört nicht alle.

Die Entscheidung wurde von der Stadt in Absprache mit dem Naturschutz schon länger getroffen. Der Eisweiher am Weg zum Hechinger Ausflugs-Ziel Martinsberg wird stillgelegt. Durch das Aufschütten eines kleinen Damms samt Ablauf-Bauwerk war er vor Jahrzehnten überhaupt erst künstlich entstanden.

 

Der Bach, der das Gewässer versorgt, führt allerdings so kümmerlich wenig Wasser, dass im Sommer die Feuerwehr Frischwasser zupumpen musste und einen künstlichen Regen erzeugen, um zumindest etwas Sauerstoff in das trübe Gewässer zu bringen. Ansonsten hätte hier immer wieder ein massives Fischsterben eingesetzt.

Nun wurden die Abläufe noch einmal gründlich aufgebaggert, das Wasser ist bereits abgeflossen, und auch der Oberflächen-Schlamm wurde abgetragen. Der Plan ist, dass sich hier ein kleines Feuchtbiotop entwickelt, das weiterhin vielen Amphibien einen Lebensraum bietet.

Platz wurde oft mit dem Autos angefahren

Bedauern dürften die Entwicklung allerdings einige menschliche Einwohner der Stadt, die hier – gerne mit dem Auto, das oft direkt am Ufer abgestellt wurde – zu Mittagspausen oder abendlichem Vesper an dem kleinen Steg mit den netten Sitzbänken vorbeischauten.

Verkehr war für Spaziergänger immer wieder ein Ärgernis

Der Autoverkehr war für die Fußgänger an diesem beliebten Spazier-Revier immer wieder ein Ärgernis. Und vergessenen Pizzaschachteln und anderer Imbiss-Müll war auch immer wieder zu sehen. Mal sehen, wo sich dieses Publikum künftig niederlässt.