Seit der Energiekrise ist in Bitz nachts die Straßenbeleuchtung aus. Um das Sicherheitsgefühl der Bürger wieder zu stärken, hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, wieder zu den ursprünglichen Beleuchtungszeiten zurückzukehren.
Im Zuge der Energiekrise hatte die Gemeinde Bitz zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um Strom und Gas zu sparen.
Im September 2022 beschloss der Gemeinderat, die Straßenbeleuchtung in der Zeit von Mitternacht bis 5 Uhr mit Ausnahme der Durchgangsstraßen komplett abzuschalten. Die Umbaukosten für die Umschaltung im Herbst 2022 beliefen sich auf etwa 12 000 Euro.
Bislang fehlten konkrete Zahlen zum Energiesparpotenzial
Bald aber regte sich Widerstand in der Bevölkerung, so dass diese Maßnahme bereits im Juli 2023 wieder zurückgenommen wurde. Ein wesentlicher Grund war auch, dass bis dahin die Albstadtwerke keine konkreten Zahlen zum Sparpotenzial vorlegen konnten.
Die Bitzer Verwaltung und die Albstadtwerke suchten nach einem langlebigen Konzept zur Straßenbeleuchtung, um Energie zu sparen, aber auch um den Sicherheitsbedürfnissen der Bürger Rechnung zu tragen.
Das Ergebnis war, dass mit Ausnahme der Durchgangsstraßen in der Zeit von 0.30 bis 4.30 Uhr alle Leuchten ausgeschaltet wurden.
2024 könnten in Bitz rund 2880 Euro an Strom eingespart werden
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates konnte Daniel Becker von den Albstadtwerken auch mit Zahlenmaterial aufwarten. Im Jahr 2023 wurden durch die Verringerung der Straßenbeleuchtung rund 40 000 Kilowattstunden (kWh) weniger verbraucht, was bei einem Strompreis von 0,35 Euro zu Einsparungen von 14 000 Euro führte.
Im Jahr 2024 können voraussichtlich etwa 30 000 kWh eingespart werden, was bei einem Strompreis von 0,16 Euro zu einer Einsparung von 2880 Euro führt. Konkret heißt das: Zieht man von dem Ersparten – etwa 16 880 Euro – die 12 000 Euro Umbaukosten ab, bleiben 4880 Euro als Gewinn in der Haushaltskasse.
In den vergangenen Tagen wurden die Stromverträge für die Jahre 2025 und 2026 abgeschlossen. Der Preis pro kWh beläuft sich im kommenden Jahr auf 15,32 Cent und in 2026 auf 14,51 Cent. Würde die Beleuchtungszeit so belassen, könnten jährlich zwischen 25 000 und 30 000 kWh und somit 2500 bis 3000 Euro eingespart werden.
Die Akzeptanz der Bürger zur Sparmaßnahme war zunehmend gesunken
Allerdings war in jüngster Zeit die Akzeptanz für die zeitweise Abschaltung der Straßenbeleuchtung immer mehr gesunken. Die Anfragen an die Gemeinderatsmitglieder, wann die Energiesparmaßnahme ende, wurden immer häufiger.
Da die Strompreise nun wieder im Normbereich liegen, schlug die Verwaltung vor, zur ursprünglichen Beleuchtungszeit zurückzukehren: Von 22.30 bis 6 Uhr wird jede zweite Leuchte respektive jene im Kreuzungsbereich eingeschaltet. Die Albstadtwerke rechnen hierbei mit Arbeitskosten von etwa 2000 Euro.