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Empfinger Narrenzunft 70-jähriges Jubiläum fällt trotz Lockdown nicht aus

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Ein Fasnetsumzug kann im Jubiläumsjahr der Empfinger Narrenzunft nicht stattfinden. (Archiv-Foto) Foto: Baiker

Die Empfinger Narrenzunft wollte in diesem Jahr groß ihr 70-jähriges Bestehen feiern. Umzüge und Feiern fallen aus, die Fasnet jedoch nicht. Denn "Einfallsreichtum braucht kein Barzelt", ist die Zunft überzeugt. Mehr dazu lesen Sie im Interview mit Vorstandsmitglied Dennis Drewing in unserem (SB+)Artikel.

Empfingen - Die Empfinger Narrenzunft ist 70 Jahre alt und kann wegen der Corona-Einschränkungen ausgerechnet zu ihrem Jubiläum nicht feiern. Wir haben mit Dennis Drewing, der zum vierköpfigen Vorstandsgremium gehört, über die Fasnet im Jubiläums- und Pandemiejahr gesprochen.

Die Narrenzunft wird 70 und es finden keine Feiern und Umzüge statt. Wie geht es Ihnen aktuell mit dieser bedauerlichen Situation?

Natürlich sind wir mehr als traurig, dass dieses Jahr keine Fasnet stattfinden kann, ein echter Fasnetsnarr hat da natürlich Tränen in den Augen. Für viele Narren ist die fünfte Jahreszeit die wichtigste Zeit im Jahr. Durch Tage wie der Ruaßige Dauschdig oder das Bettla am Rosamontag werden gemeinschaftsstärkende Traditionen Jahr für Jahr gepflegt. Auch die Verbindung zu befreundeten Zünften und Hästrägern kann so nur aus der Ferne gepflegt werden.

Was hätten Sie anlässlich des Jubiläums in dieser Fasnet besonderes vorgehabt?

Anlässlich des 70. Jubiläums der Narrenzunft hätten wir am Fasnetssonntag einen größeren Jubiläums-Umzug mit 14 befreundeten Zünften und den eigenen, freien E’pfenger Laufgruppen durchgeführt. An normalen Fasnetssonntagen sind fünf bis sechs Gastzünfte anwesend.

Gibt es Pläne, etwas von dem, was ausfallen muss, nachzuholen?

Die Partnerzünfte, die bedeutsame beziehungsweise größere Veranstaltungen geplant haben, wollen diese, sofern umsetzbar, im Folgejahr 2022 nachholen. Unsere Zunft wird von einer Nachholung des 70-jährigen Jubiläums absehen müssen, da es sich im Folgejahr schon aus zeitlichen Gründen zwecks freien Terminen sehr schwierig gestalten würde. Dennoch versuchen wir, die 14 eingeladenen Zünfte auf die Folgejahre 2022 und 2023 für den Umzug am Fasnetssonntag einzuladen.

Worauf kann die Narrenzunft im 70. Jahr ihres Bestehens stolz sein?

Auf eine gleichbleibend hohe Mitgliederzahl, auf viele verschiedene Gruppen und Figuren, die zur Fasnetszeit voller Stolz präsentiert werden können, auf eine bunte örtliche und freie Fleggafasnet, auf die Wahrung alter örtlicher Traditionen inklusive der Rehabilitierung alter Figuren, auf die Abhaltung des Bunten Abends, der seit 1952 fester Bestandteil der E’pfenger Fasnet ist und sich durch Programmpunkte Marke ›Eigenbau" auszeichnet, und auf eine hohe Brauchtumsarbeit.

Welchen Herausforderungen sieht die Narrenzunft in den kommenden Jahren entgegen?

Wir gehen davon aus, dass die Corona-Pandemie mittel-, bis langfristige Auswirkungen auf Veranstaltungen jeglicher Art haben wird. Insbesondere die Hygienevorschriften werden die Durchführung größerer Veranstaltungen erschweren, vielleicht sogar verhindern. Der Kostenfaktor wird hier sicherlich eine Herausforderung für alle Vereine darstellen.

Wie entwickelt sich die Zahl der Mitglieder?

Mit Blick auf die letzten zehn Jahre ist die Mitgliederzahl gleichbleibend, was auch auf das begrenzte Häs-Kontingent mancher Gruppen zurückzuführen ist.

Was wird in den zukünftigen Jahrzehnten essenziell für die Narrenzunft Empfingen sein?

Die Erhaltung des örtlichen Brauchtums sowie der örtlichen Fleggafasnet.

Wie feiern Sie persönlich Fasnet in der Pandemie?

Als Fasnetsnarr hat man Fasnet im Blut und kann zu dieser Jahreszeit nicht ohne zu Hause sitzen. Wir werden gemäß den geltenden Verordnungen im möglichen Rahmen Fasnet zu Hause feiern. Da wird schonmal der Weihnachtsbaum zum Narrenbaum umfunktioniert und die Wohnung närrisch mit Fasnetsbändeln, Masken und unseren Fahnen geschmückt. Fasnetsküchle gibt es auch dieses Jahr.

Was ist Ihre Botschaft an das närrische Volk im Jahr 2021?

Ein echter E’pfenger Narr kann die Fasnet auch während Corona und unter Einhaltung der geltenden Verordnungen feiern. Mit Deko im und am Haus kann man sich und anderen dieses Jahr eine Freude machen. Einfallsreichtum, Tradition und Brauchtum braucht kein Barzelt!

Der Vorstand der Kulturgemeinschaft Empfingen besteht aus Fabian Walter, Patrick Kolb, Timo Gfrörer und Dennis Drewing. Die Positionen des ersten und zweiten Vorstands wurden zusammengelegt und zu einem vierköpfigen Vorstandsgremium umgewandelt.

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