Hohe Marktpreise für Holz wirkten sich positiv auf die Empfinger Forstbilanz aus Foto: Hopp

Mit dem Forst wurde in Empfingen beinahe eine „schwarze Null“ erwirtschaftet. Die Stabilität des Waldes soll erhöht werden.

Einmal im Jahr berichten der Empfinger Revierförster Achim Walter und Björn Uerpmann vom Kreisforstamt Freudenstadt im Empfinger Gemeinderat über das aktuelle Forstjahr und geben zudem einen Ausblick auf das kommende Jahr.

 

„Das relativ nasse Jahr 2025 hat dem Forst gut getan, allerdings war es schwieriger, mit den Vollerntern in den Wald zu kommen“, so Achim Walter. Eine Beschädigung der Waldwege lasse sich nicht gänzlich ausschließen. Da aber die Wege mit einer guten Wasserableitung ausgestattet seien, würden sich die Schäden in Grenzen halten, erklärte Walter.

Ist der Erfolg von Dauer?

„Wir schreiben fast eine schwarze Null“, freute sich Bürgermeister Ferdinand Truffner über das voraussichtliche Forstergebnis. Denn aller Voraussicht nach wird das Forstjahr 2025 mit einem Defizit von rund 10 000 Euro enden. Nimmt man die Planzahl für das Forstjahr 2025 mit einem geschätzten Minus von 47 515 Euro, fühlt es sich tatsächlich fast wie eine schwarze Null an.

Das dürfte sich aber im kommenden Jahr kaum mehr wiederholen. Vermutlich wird sich das Defizit im Verwaltungshaushalt 2026 mit rund 47 000 Euro deutlich erhöhen.

Ausgaben fürs Wegenetz

Allein schon, um das Wegenetz in Schuss zu halten und zu erschließen, braucht es 15 000 Euro. Mit Ausgaben von rund 28 000 Euro reißen die Kulturpflege und die Holzerntekosten mit rund 22 000 Euro ein großes Loch in die Kasse. Uerpmann rechnet für das Forstjahr 2026 mit Gesamtausgaben in Höhe von rund 87 000 Euro. Demgegenüber stehen voraussichtlich Einnahmen aus dem Holzverkauf von etwa 40 000 Euro.

Achim Walter zeigte dem Gemeinderat auf, dass der Empfinger Forst im Moment immer noch als reiner Aufbau betrieben werde. Uerpmann macht das gute Ergebnis im Jahr 2025 nicht nur am Niederschlag und der damit verbundenen Erholung des Waldes fest. Weitere wichtige Faktoren waren die sehr guten Holzpreise und die geringe Menge an Schadholz. Die geplante Holzernte von 980 Festmetern wurde dann letztendlich mit 855 Festmeter nicht ganz erreicht. Erfreulich sei aber die planmäßige Nutzung von 700 Festmeter und eine mit nur 13 Prozent oder 115 Festmetern geringe Schadnutzung.

1640 Bäume gepflanzt

Die 1640 im Jahr 2025 gesetzten Bäumchen verteilen sich auf 0,6 Hektar Kulturvorbereitung, 5,7 Hektar zur Kultursicherung und 0,7 Hektar für die Bestandspläne. Der Forstwirtschaftsbetriebsplan von der unteren Forstbehörde für das Jahr 2026 sieht einen planmäßigen Holzeinschlag von 735 Festmetern vor. Wie Achim Walter informierte, soll möglichst die ganze Holzernte mit Vollerntern vollzogen werden. Die Zielsetzung der beiden Forstangestellten für das Jahr 2026 heißt zum einen den Waldwert und seine Stabilität zu erhöhen aber auch die Funktionen des Waldes nachhaltig zu gestalten.

2026 sollen 3525 Bäumchen, fast ausschließlich Laubhölzer, gepflanzt werden. Mit 27 Hektar nimmt die Bestandspflege den größten Raum beim Bepflanzen ein. Auf die Kultursicherung fallen 7,2 Hektar (jeweils in Klammern), dem folgt der Waldschutz (5,5), die Jungbestandspflege (3,4), die Kulturvorbereitung (3,5) und eine kleine Neupflanzung von (0,2). Achim Walter informierte auf eine Anfrage aus dem Gremium, dass bereits seit den 1980er Jahren keine Sturm- und Käfer-anfälligen Fichten mehr gepflanzt werden.