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Empfingen Versuch: Pflanzen unter UV-Filter

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Das Empfinger Unternehmen HelioVital erforscht, wie sich Pflanzen unter einer UV-Filterfolie entwickeln. Foto: HelioVital Foto: Schwarzwälder Bote

Beim Hohenheimer Gartenbautag im Juli öffnet die Staatsschule für Gartenbau in Stuttgart-Hohenheim alljährlich die Türen für Profigärtner aus Baden-Württemberg. Das Empfinger Unternehmen HelioVital war in diesem Jahr zum ersten Mal dabei und durfte dem interessierten Fachpublikum Einblicke in erste Versuchsreihen geben.

Empfingen. Die Staatsschule für Gartenbau fungiert als Aus- und Weiterbildungszentrum für alle Berufe rund um die Pflanze. Das gartenbauliche Kompetenzzentrum wurde bereits 1780 gegründet und ist heute weit über die Tore Stuttgarts hinaus bekannt. Dies liegt nicht auch zuletzt an den komplexen Forschungsprojekten, die eng mit der Praxis verzahnt sind. Zahlreiche Versuche, insbesondere im Gemüsebau, Zierpflanzenbau, sowie bei Stauden, Gehölzen und Rasen werden in einem bundesweiten Verbund mit anderen Versuchseinrichtungen koordiniert und teilweise auch als Gemeinschaftsversuche durchgeführt.

Das Unternehmen HelioVital aus Empfingen durfte sich nun als einer der Forschungspartner der Öffentlichkeit präsentieren. Das Unternehmen, das UV-Filterfolien produziert, befasst sich momentan mit der Fragestellung, wie sich Pflanzen unter dem besonderen UV-Spektrum der Filterfolie entwickeln. Hierzu laufen im Verbund mit der Gartenbauschule erste Vorversuche zum Vergleich von herkömmlichem Gewächshausglas zu UV-durchlässigem Glas mit den verschiedenen HelioVital-Filterfolien in Versuchskästen. Ziel des Screeningversuchs an der Staatsschule für Gartenbau ist es, die bewährten dermatologischen Ergebnisse an der menschlichen Haut analog auf Pflanzen zu übertragen und weitere relevante Prozessparameter zu bestimmen.

Erste Versuche in Japan zur Entwicklung von Tomaten- und Teepflanzen unter den HelioVital-Filterfolien ergaben nach Angaben des Unternehmens bereits positive und vielversprechende Entwicklungen wie Veränderungen der Inhaltsstoffe und beschleunigte Anzucht von Setzlingen.

Zusätzlich zu den Versuchen in Japan und Hohenheim, entstehen an der Firmen-Betriebsstätte in der Robert-Bosch-Straße drei Versuchsgewächshäuser, in welchen pflanzenphysiologische Versuche gemacht und Umweltfaktoren digital erfasst werden.

Die Filterfolien von HelioVital sind bereits in verschiedenen Varianten als Sonnenschutz- und Sonnennutzprodukte für Mensch und Tier, sowie als Gläser für Gebäude erhältlich. Der besondere Nutzen besteht in der Filtereigenschaft der High-Tech-Folie. Die positiven Strahlen der Sonne werden hindurchgelassen, während die negativen herausgefiltert werden. So ist eine natürliche Vitamin D-Bildung genauso möglich wie die Bräunung der Haut oder der Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. Durch die Wärmereflexion der Folie spürt der Nutzer selbst an heißen Tagen eine angenehme Kühle.

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