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Empfingen Vermüllung: Neuer Standort keine Lösung

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Container voll? Egal, Platz ist ja auch dazwischen. Das dachte sich wohl ein oder vielleicht auch mehrere Müllferkel. Foto: Baiker

Empfingen - Kann ein anderer Container-Standort Müllferkel verhindern? Vielleicht. Allerdings hat es in Empfingen bisher nicht geklappt. Bürgermeister Truffner wünscht sich sowieso eine andere Lösung vom Landkreis.

Aus der Schmuddelecke raus, ins allgemeine Sichtfeld rein. Die Container auf dem Platz neben dem Rasenplatz sind von der Weillindestraße aus jetzt besser einzusehen. Das sollte Müllferkel davon abhalten, dass sie ihren Müll wieder unsachgemäß entsorgen – indem sie ihn einfach neben die Container abstellen und sich aus dem Staub machen.

Bürgermeister Ferdinand Truffner hatte dafür eigens einen kleinen Wettbewerb unter seinen Bürgern ins Leben gerufen. Derjenige mit der besten Idee, wie man dieses Problem lösen könne, sollte 50 Euro bekommen. Viele Ideen hatten die Empfinger allerdings auch nicht, außer: der neue Standort. Doch siehe da: Schon wieder wurde jede Menge Papiermüll einfach danebengestellt. Dem Müllferkel war die bessere Sichtbarkeit wohl völlig egal.

Und nun? Truffner sagt klar, was er sich eigentlich wünscht. Zunächst appelliert er an seine Bürger, darüber nachzudenken, ob man so viel über das Internet bestellen müsse. Außerdem: Die Kreisverwaltung sollte über ein neues System nachdenken. "Am besten fände ich sowieso, wenn man die Container ganz abschafft und die blaue Papiertonne verpflichtend für alle Haushalte einführt." So würde es auch in anderen Landkreisen praktiziert.

Beispielsweise im Kreis Rottweil. Papier, Pappe und Karton werden dort in blauen Tonnen und durch Vereine gesammelt. Die Tonnen werden grundstücksweise nach der Bewohnerzahl zugeteilt. Dabei erhalten ein bis sieben Personen eine 240-Liter-Tonne; ab 36 Personen wird ein 1100-Liter-Müllgroßbehälter zugeteilt.

Jeder Haushalt kann sich von der Papiertonne befreien lassen und sein gesamtes Papier einschließlich Pappe und Karton über Vereinssammlungen entsorgen. Durch die Befreiung von der Papiertonne gibt es keine Ersparnisse bei der Müllgebühr.

Wäre dieses Modell nicht auch im Landkreis Freudenstadt möglich? "Nur auf diese Tonne umzustellen und diese zwingend einzuführen, stand bei uns im Landkreis noch nie zur Diskussion", erklärt Marlene Krech, von der Stabsstelle Kommunikation und Kreisentwicklung im Landratsamt. "Zusätzliche Tonnen bedeuten für die Bürgerschaft auch immer, dass zusätzlicher Stellplatz am Haus vorhanden sein muss, was gerade in den Innenstadtbereichen zu Problemen führen kann."

Die Depotsammelcontainer – pro 600 Einwohner sollte ein Standort zur Verfügung stehen – würden nur eine Möglichkeit der Papierentsorgung im Landkreis Freudenstadt darstellen: "Für die Großmengen ist auch eine Anlieferung an die Recyclinghöfe möglich, vereinzelt gibt es aber auch noch Vereinssammlungen bei uns im Landkreis. Des Weiteren besteht dann noch die Möglichkeit der freiwilligen Papiertonne für den Haushalt."

Ansonsten verweist der Landkreis darauf, dass auch die Gemeinden selbst in der Pflicht sind. Hier nennt die Landkreis-Sprecherin zwei Punkte. Erstens: "Für die Sauberhaltung bekommen die Gemeinden auch Geld von den dualen Systemen." Zweitens: "Allgemein haben wir hier die Erfahrung gemacht, dass ordentlich angelegte Containerstandorte, die vielleicht auch nicht zu stark außerhalb liegen, sodass auch die soziale Kontrolle gewährleistet ist, auch ordentlich bleiben." Letztgenanntes Argument lässt für den aktuellen Fall in Empfingen zwei Schlussfolgerungen zu. Erstens: Der neue Standort in Empfingen ist immer noch nicht der optimale. Oder zweitens: Die Kreisverwaltung kennt seine Müllferkel noch nicht richtig,

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