Immer wieder legen "Müllferkel" in Empfingen – hier in der Weillindestraße – ihren Abfall einfach neben die Container. Foto: Begemann

Kampf gegen die "Müllferkel" in Empfingen angesagt. Arbeit der Detektive ist immer wieder erfolgreich.

Empfingen - "Müllferkel" ist in Empfingen die gängige Bezeichnung für Leute, die ihren Abfall aus Faulheit leichtfertig neben den dafür vorgesehenen Containern abladen. Doch sie sollten sich in Acht nehmen, denn der Gemeindeverwaltung stinkt das Thema dermaßen, dass einige Mitarbeiter mittlerweile Detektivarbeit leisten.

Zwei Tatorte gibt es in Empfingen, an denen die "Müllferkel" immer wieder Ordnungswidrigkeiten begehen: Die Container am Bauhof und in der Weillindestraße, unweit der Grundschule. Adelinde Hellstern vom Ordnungsamt in Empfingen sagt: "Es gibt immer wieder Probleme. Teilweise werden unmögliche Dinge neben den Containern abgelegt. Auch von Auswärtigen."

Übeltätern droht ein deftiges Bußgeld: 50 bis 500 Euro werden fällig

Dafür, dass die Übeltäter nicht nur aus dem eigenen Ort kommen, hat Hellstern Beweise. Denn die Mitarbeiter des Bauhofs und der Hausmeister der Grundschule schauen sich den abgestellten Müll sehr genau an. Entdecken sie Kartons, Tüten oder nur einzelne verstreute Gegenstände, beginnt für sie die Spurensuche. Hellstern erzählt: "Viele Leute machen sich nicht die Mühe, bei ihrem Papiermüll, beispielsweise auf Briefumschlägen, ihre Adressen zu entfernen."

Damit haben die Mülldetektive leichtes Spiel. "Wenn wir eine Adresse gefunden haben, bringen wir die Ordnungswidrigkeit beim Amt für Ordnung und Verkehr des Landratsamts zur Anzeige", sagt Hellstern.

Dann droht den "Müllferkeln" ein deftiges Bußgeld. 50 bis 500 Euro werden fällig. "Je nach dem, was  abgelegt wurde", sagt Hellstern. Bei der Aufnahme der Beweise müssen die Mülldetektive sorgfältig vorgehen. Hellstern: "Wenn ein einzelner Briefumschlag mit Adresse herumliegt, können wir nicht automatisch den restlichen umliegenden Müll auch demjenigen zuordnen. Finden wir eine Adresse allerdings in einer Tüte mit Müll, ist es für uns klar, dass alles, was sich in der Tüte befindet, von einer Person stammt."

Die Mühe der Mülldetektive lohnt sich. Die Gemeindeverwaltung bringt immer wieder Fälle zur Anzeige. Erst an dem Tag, an dem Adelinde Hellstern mit unserer Zeitung über die "Müllferkel" sprach, hatten Bauhofmitarbeiter wieder eine neue Schweinerei entdeckt. Doch die Chancen stehen nicht schlecht, dass auch diese "Müllferkel" zur Strecke gebracht werden.

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