Die Vorarbeiten für den Rohbau der neuen Aussegnungshalle auf dem Empfinger Friedhof sind im Gang. Foto: Gemeinde Empfingen Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Bürgermeister Ferdinand Truffner berichtet über Erfolge in der Digitalisierungsstragegie der Gemeinde

Empfingen. Eine Empfi-App, digitale Baufenster und das aktuell laufende Projekt "dativ – digital und aktiv", das gemeinsam von der Volkshochschule, dem Seniorenbeirat und der Gemeinde angeboten wird, sind während der Corona-Krise eine Hilfe für viele Empfinger. Bürgermeister Ferdinand Truffner spricht mit unserer Zeitung darüber, auf welchem Weg sich die Digitalisierung in der Gemeinde aktuell befindet.

Stand 30. März wurde die App 772-mal heruntergeladen und dies innerhalb einer Woche. Kleines Schmankerl: 772 wurden Empfingen und Wiesenstetten erstmals erwähnt. In Krisenzeiten haben die Bürger ein Informationsbedürfnis, und wir in Empfingen kommen diesem gerne nach via Empfi-App, Homepage, Instagram, Youtube, Facebook und Mitteilungsblatt.

Die App ist ja noch nicht fertig, sondern in einer Roh-Fassung.

Es gibt noch einiges zu optimieren, aber die Push-Nachrichten, Mängelmelder und auch die Neuigkeiten aus dem Rathaus, gerade in Bezug auf Corona, werden sehr sehr positiv wahrgenommen. Hier in der Region sind wir die einzige Gemeinde, zumal nur mit 4000 Einwohnern, die solch eine App bespielt und aktuell hält.

Da kann ich aktuell nicht viel sagen, da wir hier keine Daten vorliegen haben. Aber über das Projekt "Dativ" der VHS Freudenstadt mit dem Seniorenbeirat werden Senioren im Umgang mit Tablets und Apps geschult. Und die App Dativ befüttere ich auch stets mit Neuigkeiten zum Thema Corona-Virus. Ich gehe davon aus, dass sich auch einige Senioren die Empfi-App bereits heruntergeladen haben – zumindest wurde ich da schon einige Male darauf angesprochen.

Da ich transparent mit den Bürgern kommunizieren möchte, haben wir uns diese Idee eines Baufensters überlegt. Gemeinderat Andreas Seifer hat da mal von einer anderen Gemeinde (Webcam) uns einen Hinweis gemailt – und ich setz natürlich gerne Anregungen aus dem Gemeinderat um. Eine Webcam war uns zu teuer, aber ein digitales Baufenster bekommen wir locker hin. Herr Seibold (Jochen Seibold, Leiter Baubetriebsamt, d. Red.) und ich machen immer mal wieder Bilder auf der Baustelle – nicht täglich – und ich lade diese dann auf die Homepage.

Das Projekt wird sehr gut angenommen, und gerade in Zeiten von Kontaktverboten ist eine solche App mit Austauschfunktion sehr gut – vor allem für Senioren, die doch eher zu den Risikopatienten gehören. Mit den Tablets können die Senioren in der Welt surfen, ohne die Gefahr einzugehen, angesteckt zu werden.

Digital wird der Gang zum Rathaus, aber dies landeseinheitlich. Zum Beispiel Bauanträge, Anträge bei der Gemeindekasse oder Gelbe Säcke müssen aber weiterhin abgeholt werden, die kann man nicht downloaden. Das persönliche Gespräch mit dem Bürgermeister wird es zwar auch digital geben, aber natürlich auch in direktem Kontakt.n Die Fragen stellte Daniel Begemann

Zu den "digitalen Baufenstern" in Empfingen gelangen Interessierte über die Startseite der Gemeindeverwaltung www.empfingen.de. Im unteren Bereich der Startseite finden sich die Links zum Baufortschritt an der neuen Aussegnungshalle und der Kindertagesstätte.

Wie wird die neue Empfi-App seit ihrem Start von den Empfingern angenommen?

Welches Lob und welche Verbesserungsvorschläge sind zur App bei Ihnen angekommen?

Gibt es Erkenntnisse darüber, wie die App bei Senioren ankommt?

 Warum haben Sie sich dazu entschieden, den Baufortschritt an der Kita und der Aussegnungshalle digital zu dokumentieren? 

Wie läuft eigentlich das Projekt "Dativ – digital und aktiv"?

Zur zukünftigen Ausrichtung der Digitalisierung in Empfingen: Welche Angebote werden wohl eher digital werden, und was auf gar keinen Fall?

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