MV-Vorsitzender Peter Kreidler zieht ein Fazit vom Musikfest in Wiesenstetten / Polizei lobt die Veranstalter

Von Joachim Frommherz

 

Empfingen. Großer Betrieb, friedliches Miteinander: Das Musikfest in Wiesenstetten ist wieder ein großer Erfolg gewesen. Ein kleiner Wermutstropfen war jedoch die Rock-Veranstaltung am Samstag.

Der Vorsitzende des veranstaltenden Musikvereins Wiesenstetten, Peter Kreidler, hatte einen "super" Freitagabend erlebt, an dem sich insgesamt rund 1500 Menschen im Festzelt tummelten und zu den beiden Coverbands Second Hand und McSunday abfeierten.

Anders beurteilt Kreidler den Erfolg bei der Rocknacht mit drei Tributebands, die Die Ärzte, Die Toten Hosen und Rammstein imitierten. Mit insgesamt 1000 Besuchern kamen deutlich weniger als noch am Tag zuvor. Zumal das Publikum jünger war und so der Umsatz etwas fehlte. Man habe mit diesem Abend etwas ausprobiert. "Ob sich das für die Zukunft anbietet, wird sich noch zeigen", meint Kreidler und ergänzt, dass man sich im Ausschuss des MV Wiesenstetten darüber unterhalten werde.

Wie jedes Jahr ein Erfolg ist der Sonntag gewesen mit seinem Bayrischen Tag sowie dem Schlammloch-Tauziehen. "Wir sind wieder einmal an unsere Grenzen gestoßen", stellt der Vorsitzende im Gespräch mit unserer Zeitung fest. Man habe aber alle Gäste versorgen könne. Er sprach dem Personal – insgesamt waren an den drei Tagen bis zu 150 Helfer im Einsatz – und insbesondere der Küche ein großes Lob aus. "Da kann sich manch einer was abgucken", meint Peter Kreidler stolz, der aber auch froh über den Stress ist, denn ohne Stress "stimmen die Zahlen nicht". Mit der Schätzung, wie viele Besucher am Sonntag zum Musikfest strömten, da tut sich Kreidler etwas schwer. Schließlich sei es ein Kommen und Gehen gewesen. Er vermutet eine Zahl zwischen 1500 und 1800 Personen.

Für eine im Nachhinein amüsante Anekdote in der Geschichte des Musikfestes sorgte ein Autofahrer, der sein Auto über das Loch gestellt hat, das für den Maibaum vorgesehen war (wir berichteten). "Da war es mir nicht mehr ganz wohl", schilderte der Musikvereinsvorsitzende seine Gemütslage am Samstag. Schließlich habe aber doch alles gut geklappt, und der junge Mann habe sein unglücklich geparktes Fahrzeug relativ schnell umgeparkt. Hier werde man sich etwas überlegen müssen, vielleicht ob man das Loch kennzeichne. Auf jeden Fall habe er in den 42 Jahren seit er aktiver Musiker sei, so etwas noch nicht erlebt. "Daran wird man noch lange denken", resümiert Kreidler. Zu der erfolgreichen Veranstaltung in Wiesenstetten passt natürlich auch, dass die Polizei nichts Nennenswertes zu tun hatte. Peter Kreidler weiß, dass das nicht mehr selbstverständlich bei Festen dieser Größenordnung ist. Dem stimmt auch Hauptkommissar Werner Gauss vom Polizeirevier in Horb zu. Und das, obwohl in Wiesenstetten immer viel los sei. "Die haben die Leute im Griff", meint er anerkennend.