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Empfingen Miteinander ins Gespräch kommen

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"Gut, dass wir einander haben", hieß es auch bei der diesjährigen Mitarbeiter-Hockete. Die Seelsorgeeinheit Empfingen-Dießener Tal hatte dazu ins katholische Gemeindezentrum Empfingen eingeladen.

Empfingen. Der Auftakt begann mit einem Gottesdienst mit Dekan Alexander Halter, Kaplan Ghislain Eklou und Diakon Karl Gemeinder.

Anschließend traf man sich im Pfarrsaal. Dort begrüßte Rüdiger Albrecht, stellvertretender Pfarrgemeinderatsvorsitzender, die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Seelsorgeeinheit Empfingen-Dießener Tal.

Mit dieser Hockete gelte es Dank zu sagen an alle, die mitarbeiten in der Seelsorgeeinheit. Die Mitarbeiterhockete biete auch die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen.

Nach dem gemeinsamen Essen ergriff Dekan Halter das Wort. Er wünschte zunächst ein gesegnetes und gesundes neues Jahr. Dieses neue Jahr habe bedingt durch die Eskalation zwischen USA und Iran nicht zuversichtlich beginnen können. Halter ging auf die Demonstrationen ein, die es derzeit überall gibt: "Demonstrationen sind eigentlich etwas Positives, zeigen sie doch, was einen bewegt. Es brennt noch etwas, wir haben Feuer im Herzen. Wir setzen uns für etwas ein."

Dabei griff er auch "Maria 2.0" auf, denn auch hier haben Frauen demonstriert. Es seien nicht die revolutionierenden Emanzen, es seien Frauen und Männer wie du und ich. "Sie sagen ›mir ist meine Kirche noch wichtig‹. Es sind Menschen, die ganz engagiert in den Pfarrgemeinden ihren Dienst machen, dies sehr engagiert", meinte Halter. Heute gelte die Tendenz, dass die eigene Meinung absolut gilt und andere Meinungen abschrecken. Meinungen verabsolutieren sich. Es gebe auch Kardinäle, die ihre Meinung absolut setzen, so Halter kritisierend. "Nur wir haben recht", solche Ansichten seien eine große Gefahr.

"Wie gehen wir mit unterschiedlichen Meinungen um?", so Halter fragend. In der Kirche gebe es keine Art von Demokratie, die sagt 50 Prozent Plus ist die Mehrheit und die anderen haben sich zu beugen. "Auch der andere hat eine Meinung, die nicht falsch sein muss", sagte Halter. Es gelte aufeinander zuzugehen.

Gottes Geist schaue nicht auf die große Mehrheit, "sondern darauf, dass wir miteinander unterwegs sind, dass wir offen unterwegs sind, dem anderen die Wahrheit nicht absprechen".

Halter ging auch nochmals auf die Kirchenentwicklung 2030 ein. Unsere Gesellschaft habe sich radikal verändert. Dabei sei auch die Kirche ein Teil der Gesellschaft. Die Hauptamtlichen werden immer älter. Die Finanzen werden auch weniger. Schon heute gebe es im erzdiözesanen Haushalt keine Deckung mehr. Durch den Missbrauchsskandal hat die Kirche unheimlich verloren.

Halter stellte fest: "Wir haben keine Kirchenkrise, sondern eine Gotteskrise. Wir sind heute eine Eventgesellschaft, die viel bietet." Da brauche man keinen Gott mehr, da brauche man keine Gottesbeziehung mehr. "Wie gelingt es den Menschen, den Himmel offen zu halten?", fragte Halte. So wie es ist, könne es nicht mehr weitergehen. Halter sprach die Pastoralentwicklung und die Verwaltungsentwicklung an. "Dort wo Leben ist, darf und soll es weiterhin möglich sein. Dort wo es nicht möglich ist, wird es nicht mehr sein", so Halter.

Die bisherigen Kirchengemeinden in der Erzdiözese Freiburg werden zu 40 neuen Kirchengemeinden. So wird das Dekanat Zollern eine Kirchengemeinde werden – mit einem leitenden Pfarrer. Die Verrechnungsstelle wird bleiben, dazu kommt ein hauptamtlicher Geschäftsführer für die Verwaltungsaufgaben. In Fachgruppen wird derzeit noch der Inhalt beraten.

Zusammenfassend stellte Dekan Alexander Halter fest, dass es "unsere Chance ist, etwas so gestalten zu können", wie es in den vergangenen 100 Jahren nicht möglich war.

Es wurde noch viel gesungen. Nach dem offiziellen Programm gab es viel Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen.

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