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Empfingen Markthändler beklagen Ungerechtigkeit in Corona-Krise

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Edgar Schweitzer bedankt sich für alle Marktbeschicker bei der Gemeinde Empfingen.Foto: Baiker Foto: Schwarzwälder Bote

Empfin gen. Der traditionelle Empfinger Krämermarkt fand am Donnerstag wieder am Weiherplatz statt. Für viele Besucher überraschend, hatten sich 33 Stände eingefunden.

Angeboten wurde wieder allerhand, so Damenkleidung, Schmuck, Uhren, Glückwunschkarten, Damenhandtaschen, Geldbeutel, Ledergürtel, Hüte und Kappen, Schuhe, Spielwaren, viele Haushaltswaren, die man nicht mehr in jedem Geschäft finden kann.

Der Schwarzwälder Bote wollte im Gespräch mit einigen Marktbeschickern wissen, wie es ihnen in der Corona-Zeit geht, welche Erfahrungen sie gemacht haben. Edgar Schweitzer aus Wilsingen auf der Schwäbischen Alb sagt: "Wir Marktbeschicker bedanken uns bei der Gemeinde Empfingen für das Abhalten dieses Marktes."

Er selbst komme seit 20 Jahren nach Empfingen. Sein Vater sei schon hierher gekommen. Seit dreieinhalb Monaten habe er keine Einnahmen. "Die Marktbeschickung ist mein Hauptgeschäft", so Schweizer.

Es sei ungerecht, dass viele Krämermärkte nicht stattfinden dürfen. Wochenmärkte dürfen stattfinden, obwohl sie teils mehr Besucher haben.

Auch die Marktbeschicker selbst sind froh, wieder rauskommen zu dürfen. "Auch wir haben Hygienestationen und halten uns an die gleichen Regeln wie der Einzelhandel. Wir gehören zum Einzelhandel. Wir sind ein mobiler Einzelhandel."

Die Verkäuferin der Firma Bruno Procek aus Bildechingen bedauert, dass die Süßwaren nicht mehr offen angeboten werden können. Es gibt nur noch verschlossene Waren. Empfingen sei sehr mutig mit der Abhaltung des Krämermarktes. Wegen des Coronavirus gab es überall schriftliche Absagen.

Masood kommt aus Leonberg. Es sei sehr schlimm ohne Arbeit. Man sei es gewohnt, zu arbeiten. Für die Familie sei dies schlecht. Es gebe nur Absagen. Er selbst sei auf eigenes Risiko nach Empfingen gekommen.

Amjad aus Filderstadt ist seit fünf Monaten zuhause. In diesem Jahr gibt es bisher nur drei Märkte. Er freut sich, dass der Marktmeister aus Empfingen vor zwei Wochen angerufen habe. Amjad: "Ohne Zusage des Marktmeisters geht nichts."

Karl Bux aus Horb, der mit einem Schärfdienst immer auf Märkte geht, bemängelt die Ungleichbehandlung. "Wir sind doch im Freien. Wir gehören zum Einzelhandel." Als "ungerechtes Beispiel" nannte Bux den Flohmarkt in Nagold, bei dem Menschen ohne Ende waren. Jetzt fahre er alle zehn Tage raus, vorher sei es dreimal in der Woche gewesen.

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